Gemeinde will für 200 000 Euro alle Straßenlampen austauschen – Förderantrag bereits gestellt

Ottrau soll bald wieder leuchten

Neue Lampen für die Gemeinde: Ottrau will die Birnen in allen Ortsteilen austauschen. Foto: Feser

Ottrau. Bald wird es in Ottrau heller und dunkler. Denn neue Straßenlampen sollen Strom einsparen, was vor allem mehr Licht in den Gemeindehaushalt bringen soll. Aber es wird gleichzeitig etwas dunkler, denn die Gemeinde muss dafür Investitionskosten in Höhe von 200 000 Euro stemmen.

„Unsere Straßenbeleuchtung ist noch auf vorsintflutlichem Stand“, sagt Bürgermeister Norbert Miltz. Ein Großteil der Laternen strahlt noch mit 80 Watt-Birnen. Und die werden ab 2015 nicht mehr hergestellt. Außerdem würden die Lampen viel Strom verbrauchen: Im Jahr 2011 waren es allein 24 000 Euro und 164 828 Kilowattstunden.

„Unsere Straßenbeleuchtung ist auf vorsintflutlichem Stand.“

Bürgermeister Norbert Miltz

Daher hat die Gemeinde jetzt einen Förderantrag beim Bundesumweltministerium gestellt. Das Projekt wird in diesem Jahr mit 25 Prozent bezuschusst. Im Vorjahr wären es noch 40 Prozent gewesen. Da nun aber das Großprojekt Straße Bilz auf die Jahre 2013/14 verschoben werden musste, hat die Gemeinde in diesem Jahr Kapazität für die Erneuerung der Straßenlampen (siehe Artikel unten).

78 Prozent Einsparung

Geplant ist, mit den neuen Birnen 78 Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes einzusparen; vom Ministerium werden für den Förderantrag 60 Prozent gefordert. „Wir schaffen sogar 78 Prozent, weil unsere Technik so asbach-uralt ist“, erklärt Bürgermeister Miltz. Die jährliche Stromeinsparung soll bei 128 000 Kilowattstunden liegen. Miltz geht davon aus, dass sich die Investition für die Gemeinde in sieben bis zehn Jahren rechnen werde – durch die Einsparung bei den Stromkosten.

Es gibt 457 Straßenlaternen

In der Gemeinde Ottrau gibt es insgesamt 457 Straßenlaternen, davon 14 so genannte Altstadtlampen im Bereich des Ottrauer Ortskernes. Der Rest sind Kofferleuchten. Und in allen soll moderne LED-Technik installiert werden. Ersetzt werden die Leuchtmittel und die Lampenköpfe.

Die 200 000 Euro für das Projekt sind im Haushaltsentwurf veranschlagt. „Die Investition müssen wir über ein Darlehen finanzieren“, sagt Bürgermeister Norbert Miltz. Die Beratung und Beschlussfassung des Etatentwurfs steht auf der Tagesordnung zur nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeindeparlaments am Dienstag, 13. März. ARTIKEL UNTEN

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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