Ehepaar will sich mit Stadt außergerichtlich einigen

Ausstehende Zahlungen: Pächter räumen Ratskeller in Felsberg

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Sie trugen am Donnerstag die Umzugskisten aus dem Alten Rathaus: Die Pächter Helmut und Edeltraud Suchy waren nicht zufrieden mit ihrem Verpächter, der Stadt Felsberg.

Felsberg. Der Streit um den Felsberger Ratskeller ist noch nicht beendet - aber er soll zumindest nicht vor Gericht ausgefochten werden. Am Donnerstag haben sich die Pächter Helmut und Edeltraud Suchy mit der Stadt Felsberg geeinigt: Sie wollen die Sache außergerichtlich regeln.

Die Suchys hatten die Gaststätte im November 2013 übernommen und in „Altes Rathaus“ umbenannt, den Pachtvertrag aber nach etwa einem halben Jahr wieder gekündigt. Helmut Suchy sagte damals gegenüber der HNA, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt als Verpächterin nicht funktioniert habe. Bürgermeister Volker Steinmetz betonte hingegen im Gespräch mit der HNA, die Stadt habe die Pächter so weit wie möglich unterstützt.

Suche nach neuen Nutzern 

Die Stadt fordert nun noch ausstehende Mietzahlungen ein und will deshalb einen Teil der Kaution einbehalten. Die Pächter hingegen verlangen Geld von der Stadt zurück - weil sie durch die schlechte Zusammenarbeit mit der Stadt zusätzliche Ausgaben und Verluste gehabt hätten. Helmut Suchy hatte zuletzt gegenüber der HNA angekündigt, er werde gegen die Stadt vor Gericht ziehen.

Die Stadt hat nun aber einen Schritt auf die Suchys zugemacht und will ihnen Gartenmöbel, Geschirr und Regale abkaufen - diese sollen dann den künftigen Pächtern des Ratskellers zur Verfügung stehen. Über die ausstehenden Geldforderungen muss nun noch verhandelt werden - aber ohne Gericht. „Einen Prozess will keiner von uns“, sagte Edeltraud Suchy.

Immerhin ist nun die erste Voraussetzung dafür geschaffen, die Gaststätte neu zu verpachten: Die Suchys haben der Stadt die Schlüssel ausgehändigt und das Gebäude geräumt. Doch wann ein neuer Pächter für den Ratskeller gefunden wird, ist noch völlig unklar. Stadtrat Hans Poth, der Bürgermeister Steinmetz während dessen Urlaub vertritt, sagte am Freitag: „Ich bleibe dabei: Es kann funktionieren.“

Von Judith Féaux de Lacroix 

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Quelle: HNA

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