Jugendgruppe von Horst Kraft schickt Ideen zum Klimagipfel nach Frankreich

Ein Päckchen für Paris

Zum Abschied noch ein Preis: Für ihr Konzept des Jugendklimagipfels wurden Horst Kraft und seine Jugendgruppe mit dem Jugendprojektpreis „Jupp“ ausgezeichnet. Foto: Müller

Ottrau. „Meine Arbeit war nicht umsonst“, sagt Horst Kraft. Eine Arbeit, die der 63-jährige Ottrauer fast 40 Jahre lang mit viel Freude als Jugenreferent im Dekanat Vogelsberg geleistet hat. Im Dezember ist er in den Ruhestand verabschiedet worden. Zum Abschied schickten Jugendliche ihre Ideen zum Umweltschutz zum Weltklimagipfel nach Paris.

Jugendklimakonferenz

Den Abschluss seiner Zeit als Jugendreferent bildete die Jugendklimakonferenz in Lauterbach. Dabei wurden von etwa 150 jungen Menschen Ideen und Strategien für einen nachhaltigen Lebensstil entwickelt. Ihre Botschaft wollten die Jugendlichen beim Weltklimagipfel Politikern in Paris vorstellen.

Zwei der Jugendlichen sind sogar offiziell zu der Konferenz eingeladen worden. „Wir hatten ein Paket mit unseren Vorschlägen gepackt. Das haben wir französischen Jugendlichen überreicht.“ Während des Klimagipfels in Paris hätten die Jugendlichen mit anderen jungen Menschen und Politikern über Umweltschutz diskutieren können, sagt Kraft.

Umweltschutz

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigte den Ottrauer in seiner gesamten Dienstzeit. Es sei wichtig, Jugendlichen die Schöpfungsgeschichte zu erklären. Aber sie sollten auch verstehen, dass sie mit kleinen Dingen etwas für sich und ihre Umwelt tun könnten. „Die Jugendlichen wollen etwas bewirken. Die interessieren sich“, sagt Kraft.

Die Reisen der Jugendgruppe seien mit dem Bus oder öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht worden. „Trotzdem hatten wir eine negative Ökobilanz. Die haben wir durch Kollekten ausgeglichen.“ Die seien Projekten zugute gekommen, die Wälder aufforsten oder Solaranlagen bauen.

Ausbildung

Seine Ausbildung zum Erzieher begann Kraft 1972 in Hephata. „Mit 19 wurde mir klar, dass ich ein Wegbegleiter für Jugendliche sein möchte.“ Deshalb studierte er nach seiner Ausbildung Religionspädagogik in Darmstadt – und sollte 37 Jahre lang in diesem Bereich arbeiten. „Die Stelle in Lauterbach war meine erste und einzige Stelle als Jugendreferent.“

Den Wunsch, woanders hin zu gehen, habe der 63-Jährige nie gehabt. „Es war immer eine sinnvolle, selbstbestimmte Arbeit.“ Das Dekanat sei offen für seine Ideen gewesen. Und davon hatte Kraft einige: Auf internationaler Ebene baute er mit Ehrenamtlichen eine Schule in Tansania, beteiligte sich an einem Straßenkinderprojekt in Argentinien und half, in Griechenland ein Jugendzentrum aufzubauen.

Botschafter zur Jugend

Kraft sei immer als Botschafter zur Jugend unterwegs gewesen, habe denen helfen wollen, die Hilfe brauchten. „Dennoch sollte Jugendarbeit auch diejenigen unterstützen, die nicht benachteiligt sind“, sagt Kraft. Denn auch diese Jugendlichen bräuchten Hilfe.

Quelle: HNA

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