Palliativ-Medizin: Engel in den letzten Stunden

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Sie setzen sich für die Palliativmedizin ein: hinten von links Dr. Wilhelm Gimbel, Dr. Reinhard Trolp, Dr. Frank Vonholdt, vorne von links Ursula Fülling (Hospizkoordinatorin Chattengau), Dr. Elisabeth Lohmann (Fachärztin) und Beate Hasenpflug.

Fritzlar. Es gibt immer mehr Palliativgruppen: Ehrenamtliche, die sich an die Betten der Sterbenden setzen, um ihnen in der Stunde des Abschieds beizustehen.

Um ihre Arbeit in der Region zu unterstützen, hat der Fritzlarer Verein zur Förderung der Palliativmedizin jetzt Spenden an drei Organisationen übergeben. Damit sollen auch Ausbildungsgänge im Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin unterstützt werden. Im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar überreichte die 2. Vorsitzende Beate Hasenpflug die Spenden. 1000 Euro erhielt der Hospizdienst Chattengau in Gudensberg. Ursula Fülling, leitende Hospizkoordinatorin, berichtete, dass das Geld zum Aufbau einer Bibliothek des Hospizdienstes verwendet werden soll.

Sie schilderte, wie ein viertägiger Grundkurs mit dem Thema „Sterbende begleiten lernen“ für Pflegende und ehrenamtliche Mitarbeiter, angeboten vom Altenzentrum Eben-Ezer in Gudensberg, der Auslöser für die Gründung der Hospizgruppe im Chattengau gewesen sei. Um den Sterbenden in ihren letzten Stunden „ein Engel zu sein“, hat der Verein sich einen Engel als Logo gewählt.

Für die Deutsche Palliativstiftung nahm Dr. Elisabeth Lohmann eine Spende von 1000 Euro in Empfang. Das Geld wird für eine Fotoausstellung verwendet zum Thema „Palliativversorgung aus Patientensicht“, die am Samstag, 17. November, um 10 Uhr im Fritzlarer Krankenhaus eröffnet wird.

Dr. Lohmann sagte, Palliativteams verstünden sich als Hebammen am Lebensende: Keiner könne den Sterbenden den Weg abnehmen, „aber wir können lindern, trösten und unterstützen, damit jede und jeder seinen ganz eigenen, einzigartigen Weg aus diesem Leben gehen kann“.

Dr. Reinhard Trolp, 1. Vorsitzender des Trauer- und Hospiznetzwerk im Schwalm-Eder-Kreis, nahm 2000 Euro in Empfang. Der 2011 gegründete Verein soll unter anderem Initiativen zur Trauer- und Sterbebegleitung unterstützen. Die örtlichen Angebote, etwa bei hospizlicher Begleitung, Trauergruppen und Trauercafes, sollen gefördert werden. (zpb)

Quelle: HNA

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