Konzert mit Ion Malcoci und Gabriel Dorin nur mit sehr wenigen Zuhörern

Panflöte erzählte von Schmerz

Virtuos: Ion Malcoci (Panflöte) und Gabriel Donin (Orgel, Klavier, Violine) erfreuten in einem sehr intimen Konzert in der Ellenberger Kirche das Publikum mit virtuosem Können. Foto: Büsching

Ellenberg. Sie klingt windig und zart und auch mal schrill und laut: die aus Nussbaumholz und rundgebogenen Bambusröhrchen gefertigte Panflöte des international bekannten rumänischen Panflötenvirtuosen Ion Malcoci. Begleitet auf Orgel, Klavier und Geige von Gabriel Dorin lauschte ein kleines Publikum von nur 15 Zuhörern in der kleinen Ellenberger Kirche dem anspruchsvolen Programm „Zauber der Panflöte“. Die Künstler spielten Werke von Bach, Schumann und weiteren Komponisten für rumänische Volksweisen.

Hierbei ist die „Doina“ in Rumänien die wohl repräsentativste volksmusikalische Gattung. Diese ist charakteristisch als lyrische Form mit komplexer, reich verzierter Melodik, die hauptsächlich in Improvisationen vorgetragen wird. Die häufig traurig und melancholisch anmutenden Themen handeln von Liebe, Sehnsucht, Trennung und Abschied.

Besonderer Höhepunkt des Konzerts war das „Lied der Lerche“. Der höchst meisterlich gespielte Dialog zwischen Violine und Panflöte entführt die fasziniert lauschenden Zuhörer in die Vogelwelt der Auwälder der Donau. Das Publikum belohnte die Musiker mit begeistertem Beifall.

Ion Malcoci (40) stammt aus der Republik Moldau in Rumänien und ist seit zwölf Jahren Professor der Panflöte an der dortigen Musik-Akademie Chisinau. Er gewann bereits mehrere Wettbewerbe auf nationaler und internationaler Ebene. Sein Mentor - der bekannte George Zamfir - hatte die Idee, die Panflötenklänge mit Orgel- und Violinmusik zu begleiten.

Gemeinsam mit dem aus Konstanza stammenden und in Bukarest lehrenden Musikprofessor Gabriel Dorin tourt er seit Jahren durch Deutschland und andere europäische Länder.

Pfarrer Frithjof Tümmler dankt den Künstlern, die bei ihren Darbietungen großen Wert auf gute Akustik legen und deswegen nach eigenen Aussagen gern in Kirchen auftreten, auch um hier eine Orgel als Begleitinstrument nutzen zu können.

Von Marlis Büsching

Quelle: HNA

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