Parkgebühren: Homberg plant weiter mit 14 Parkautomaten

Experten empfehlen bis zu 45 Automaten: Dafür fehlt der Stadt das Geld. Foto: nh

Homberg. Die Tage, an denen man in Hombergs Innenstadt nur mit einer Parkscheibe parken konnte, sollen bald gezählt sein.

Ginge es nach den Experten der Automatenaufsteller, würden in Homberg auf den bislang vorgesehenen Flächen bis zu 45 Automaten aufgestellt werden müssen. Das kann sich die Stadt aber nicht leisten. Sie will nun die gebührenpflichtigen Flächen reduzieren. Damit werden sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung beschäftigen und entscheiden - und wohl vor der Einführung der Parkgebühren nachbessern.

Die Vorschläge der Fachleute sollen eine Rolle spielen

Die Automaten: An den vorgesehenen Parkflächen könne mit Solarautomaten gearbeitet werden, lediglich im Parkhaus Untergasse müssten strombetriebene Automaten angeschafft werden. Dies sei unproblematisch.

Die Anzahl: Die Experten der Fachfirmen betonten, dass die Parkautomaten für die Verkehrsteilnehmer fußläufig gut erreichbar sein sollten. Abstände dürften nicht größer als 100 Meter sein und Straßen nicht überquert werden müssen, heißt es in der Vorlage zur Sitzung. Daher benötige man eigentlich bei der bisherigen Auswahl der Parkflächen bis zu 45 Automaten - die Stadt hatte 14 Automaten vorgesehen.

Die Alternative: Da die Investition in bis zu 45 Automaten die Kosten für die Stadt sprengen würde, raten die Experten zu einer Mischung aus Automaten und Parkscheibe (mit einer begrenzten Höchstparkdauer je nach Innenstadtnähe).

Die Wirtschaftlichkeit:  Parkflächen mit einer geringen Zahl von Einzelplätzen (bis acht Stück) könnten den Kaufpreis eines Automaten nicht erwirtschaften. Dieses Minusgeschäft müsste dann mit den Einnahmen der Automaten auf den größeren Flächen ausgeglichen werden.

Der Kompromiss: Man plane aus Kostengründen nach wie vor mit 14 Automaten. Die restlichen Parkplätze sollen weiterhin mit Parkscheibe nutzbar sein, wobei die Höchstparkdauer auf eine halbe Stunde begrenzt werden soll. Für Plätze, die von der Innenstadt weiter entfernt sind, soll es demnach eine einstündige Höchstparkdauer geben.

Die Gebühren: Die Parkgebühr soll in der erste Stunde je 15 Minuten 20 Cent betragen. In der zweiten und jeder weiteren Stunde jeweils einen Euro. Ein Tagesparkschein soll 6 Euro kosten und für Wohnmobile auf den Wohnmobilparkplätzen je Tag 7 Euro.

Die Standorte: Parkautomaten sollen in der Hans-Staden-Allee (einschließlich Reithausplatz und Alleebereich), Bergstraße, Holzhäuser Straße (Parkplatz AWO), Ziegenhainer Straße, Parkstraße, Wallstraße, Untergasse und im Parkhaus Pulverturm stehen. Einzelparkplätze sollen dort ausgenommen und mit Parkscheibe nutzbar sein.

Die Einnahmen: Eigentlich hatte man in der Kreisstadt schon in diesem Jahr 80.000 Euro an Parkgebühren im Haushalt eingeplant. Doch hatte Bürgermeister Dr. Nico Ritz bereits eingeräumt, dass man diese Ziel nicht erreiche. Ritz ist zuversichtlich, dass man im nächsten Jahr verlässlich Einnahmen aus den Parkgebühren erzielen kann.

 

• Termin: Die Stadtverordneten werden in ihrer Sitzung am Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, Stadthalle Homberg, unter anderem über die Parkgebühren beraten.

Quelle: HNA

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