Parkour-Workshop der Jugendarbeit Habichtswald findet großen Anklang

Durch Körper und Umwelt gesetzte Grenzen erkennen und überwinden lernen: Kursteilnehmer Niklas Weckwerth macht es vor. Foto: mt

Dörnberg. Die Zahlen der Teilnehmer steigen stetig an: Der Parkour-Workshop, den die Jugendarbeit Habichtswald seit November vorigen Jahres anbietet, findet bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren großen Anklang.

„Es war unser Ziel, für Kinder und Jugendliche aus allen Altersgruppen und Schichten ein aktuelles und im Trend liegendes Angebot zu bieten“, sagt der Jugendarbeiter der Gemeinde, Jörg Jendritza. Und das scheint gelungen zu sein: Begleitet von moderner Musik unterscheidet sich das Angebot der Jugendarbeit entscheidend vom klassischen Schulsport.

Bei der Trendsportart Parkour geht es vor allem darum, sich möglichst effizient durch den Raum mit unterschiedlichen Hindernissen zu bewegen und dabei die Bewegungen in ihrer Perfektion auszuleben.

Die Wege, die man dabei nutzt, entspringen den eigenen Ideen und sind abhängig vom eigenen Können. „Grenzen werden durch die eigene Fantasie gesetzt“, erklärt Jendritza. Wichtig dabei sei der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen Körper und den persönlichen Ängsten. „Damit vereint Parkour körperliche und mentale Weiterentwicklung.“

Dies entspricht auch der Parkour-Philosophie des Begründers David Belle, der Parkour nicht nur als Sportart, sondern vielmehr als kreative Aktion sieht, die dabei hilft, die eigenen, durch Körper und Umwelt gesetzten Grenzen zu erkennen und zu überwinden - ohne den Hintergedanken, andere mit seinem Können beeindrucken zu wollen. Gefährliche oder waghalsige Situationen sind daher nicht Inhalt von Parkour. Trotzdem verlangt der Sport ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung sowie Konzentration und geistige Stärke.

Sicherheit ist dabei ein wichtiges Thema. „Jede Bewegung, jeder Sprung wird durch nachhaltiges Training geübt“, versichert Trainer Alexander Flatau. Wichtigster Aspekt dabei sei es, dass jeder Teilnehmer einen Stil entwickelt, der seiner eigenen Bewegungsfertigkeit und Bewegungsart entspricht.

Auch für Nadine Krekel, Mutter eines der teilnehmenden Kinder, liegen die Vorteile der Sportart klar auf der Hand: „Das Schöne am Parkour ist das Gleichgewicht zwischen Individualität und der Gruppe. Die Kinder erlernen soziale Kompetenzen und haben Spaß daran. Da ärgert man sich schon fast, dass man solch ein Angebot früher nicht auch selbst hatte.“

Der kostenfreie Workshop findet immer samstags von 11 Uhr bis 14 Uhr in der Mehrzweckhalle Dörnberg statt.

Von Melanie Triesch

Quelle: HNA

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