Parkplätze für Behinderte: Einer statt zwei

Aufatmen bei den Menschen mit Behinderung: Es wird in der Entengasse 7 einen neuen Parkplatz für sie geben. Zuvor hatte die Stadt zwei der Parkplätze einfach gestrichen. Fotos: Bayer

Homberg. Ende eines Streits: In der Altstadt in Homberg wird es einen neuen Behindertenparkplatz geben. Dieser soll neben dem Haus in der Entengasse 7 entstehen.

Somit wird es in der Altstadt insgesamt einen Behindertenparkplatz weniger geben, denn in den vergangenen Tagen hatte die Stadt zwei der Parkplätze für Menschen mit Behinderungen an der Ecke zwischen Untergasse und Entengasse einfach gestrichen. Sie wurden als Parkplätze gekennzeichnet. Das sorgte für Ärger.

Heinz Engelhardt vom Seniorenbeirat und Behindertenbeauftragte Christina Bickel hatten sich über das unangekündigte Verschwinden beschwert. Vom Ordnungsamt der Stadt hieß es auf HNA-Anfrage, eine solche Anordnung müsse nicht öffentlich angekündigt werden. Nun gab man im Rathaus nach: Neben Nickel und Engelhardt waren Bürgermeister Martin Wagner, Helmut Wagner vom Ordnungsamt sowie Werner Bechtel und Heider Olten vom Stadtmarketingverein am Freitagmorgen in die Untergasse gekommen. Dort entschieden sie, wo der neue Parkplatz entstehen soll. Die Stelle sollte weiterhin in der Nähe des Marktplatzes und der Behindertentoiletten sein. Das werteten alle als gute und richtige Entscheidung.

Man war sich auch einig, dass der alte Standort – gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite – für die Behindertenparkplätze ungeeignet war. Besonders die Sicherheit sei dort wegen des zunehmenden Verkehrs für Menschen mit Behinderung nicht gewährleistet gewesen. Auch ein Parkplatz in direkter Nachbarschaft der Behindertentoilette stand zur Debatte. Doch entschied man sich dagegen, weil das Ein- und Aussteigen sich dort als zu umständlich erwies.

Letztlich einigten sich alle Beteiligten auf die Stelle neben dem Haus in der Entengasse 7. Dort steht momentan noch eine alte Telefonzelle. Doch die werde kaum mehr genutzt, was wohl auch an der Tatsache liegt, dass dort noch Markstücke eingeworfen werden sollen. „Das ist eine optimale Stelle. Man hat genug Platz zum Ein- und Aussteigen“, sagte Nickel. „Wir werden uns kurzfristig darum kümmern, dass die Telefonzelle wegkommt“, betonte Wagner. (tbx)

Quelle: HNA

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