Die Flugsportvereinigung Schwalm freut sich über die Eröffnung eines neuen Hangars

Parkplatz für Segelflieger

Feierliche Eröffnung der Flughalle in Ziegenhain: Dank des neuen Hangars haben die Segelflieger jetzt mehr Platz. Foto: Privat

Ziegenhain. Mit einem großen Fest haben die Segelflieger der Flugsportvereinigung Schwalm am Samstag die Einweihung eines neuen Hangars gefeiert. Die Arbeiter auf der Baustelle legten dabei eine Punktlandung hin. Pünktlich zum Ende der Segelflugsaison war die neue Halle auf dem Flugplatz Ziegenhain fertig geworden. Noch am Vortag hatten die letzten Erdarbeiten stattgefunden.

„Bisher hat uns ein geeigneter Unterstellplatz für die Flugzeuge gefehlt“, erklärt Ludwig May, der 1. Vorsitzende des Vereins. Und das, obwohl der Verein mit 3500 bis 4000 Starts im Jahr einer der größten in Hessen sei. In der neuen 430 Quadratmeter großen Halle können nun bis zu fünf Flugzeuge geparkt werden.

Zehn Jahre Planung

Eine deutliche Erleichterung für die Arbeit der Segelflieger: „Bisher mussten wir die Flugzeuge immer abbauen und in die Anhänger stellen, damit wir uns in der Werkstatt bewegen konnten“, sagt Vereinsmitglied Heike Knauff-Oliver. Die alte Halle kann jetzt für Reparaturen und Inspektionen genutzt werden

Zur Fertigstellung gratulierten auch Bürgermeister Gerald Näser und Landrat Winfried Becker. „Wir haben es nicht oft, dass eine Bauvoranfrage verlängert werden muss“, erinnerte Näser an die lange Planungsphase für den Bau. Bereits vor zehn Jahren hatte es die ersten Planungen für die Halle gegeben. Diese sei nun wunderschön geworden, sagte der Bürgermeister. Landrat Becker kündigte an, gleich im Frühjahr wiederkommen zu wollen. „Ich habe zur gewonnenen Wahl einen Flug geschenkt bekommen“, sagte er.

150 000 Euro Baukosten

An den Baukosten in Höhe von 150 000 Euro hatten sich neben dem Land Hessen mit 42 000 Euro und dem Schwalm-Eder-Kreis mit 12 000 Euro auch der Landessportbund Hessen mit 6400 Euro und die Kreissparkasse Schwalm-Eder mit 1000 Euro beteiligt. Die übrigen Kosten hatte die Flugsportvereinigung aus eigenen Mitteln finanziert.

„Nach acht Minuten war ich wieder unten“

Johannes Rhode

Dass die Flugsaison nun beendet ist, bekamen die Segelflieger beim traditionellen „Abfliegen“ zu spüren. Der letzte Flug des Jahres war aufgrund der schlechten Thermik für die Meisten recht kurz. Nachdem die Flieger sich wie gewohnt in den Himmel ziehen ließen, kamen sie schnell wieder auf dem Boden an. „Nach acht Minuten war ich wieder unten“, beschreibt Johannes Rhode, der seit 41 Jahren aktiver Flieger ist, seinen letzten Ausflug in die Lüfte in diesem Jahr.

Den Winter werden die Vereinsmitglieder dazu nutzen, ihre Flugzeuge zu warten und auf die nächste Flugsaison vorzubereiten. Dank der neuen Flughalle haben sie dafür jetzt auch ausreichend Platz zur Verfügung. (dbr)

Quelle: HNA

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