Parlament in Naumburg stimmt Bau eines neuen Wasserreservoirs zu

Wasserversorgung in Naumburg: Die Planung des Ingenieurbüros DSP aus Immenhausen sieht den Neubau des „Hochbehälters (HB) Naumburg neu“ samt Neubau einer Zubringerleitung vom Wasserwerk zum neuen Reservoir vor. Screenshot: Präsentation DSP/nh

Naumburg. Die Stadt Naumburg plant den Neubau eines Hochbehälters für die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Löschwasser. Zwei Varianten waren dabei bislang im Gespräch.

Stefan Hable

Zum einen ein Neubau am bisherigen Standort des „Hochbehälters Tiefzone“ auf der Anhöhe hinter dem Hof Hocke. Zum anderen ein Neubau am Standort des „Hochbehälters Hochzone“, der knapp 500 Meter weiter im Wald auf dem Kronberg steht und für die Versorgung der Stadtteile Elbenberg und Altendorf sowie den Bereich Elbener Pfad in der Kernstadt genutzt wird.

In seiner jüngsten Sitzung hat das Stadtparlament nun der Planung für den Neubau des Trink- und Löschwasserreservoirs am Standort des „Hochbehälters Hochzone“ mehrheitlich zugestimmt. Somit soll der 1958 gebaute „Hochbehälter Tiefzone“ aufgegeben werden.

Bernd Ritter

Mit geschätzten 950.000 Euro entstehen beim beschlossenen Bau des „Hochbehälters Naumburg neu“ am Standort „Hochzone“ rund 150.000 Euro mehr Kosten als bei der Ursprungsvariante am Standort „Tiefzone“. Die sollen aber anderweitig freigesetzt werden. Laut Beschlussvorschlag soll es nach derzeitigem Kenntnisstand zu Minderausgaben in Höhe von 100.000 Euro beim Wasserleitungsbauprojekt am Veitskreuz und an der Hufeisenstraße kommen. Diese Einsparungen sollen zur Deckung der voraussichtlichen Mehrkosten verwendet werden. Für die restlichen 50.000 Euro ist derzeit keine Veranschlagung im Haushalt vorgesehen. „Es wird damit gerechnet, die verbleibende Differenz im Zuge der Ausschreibung einsparen zu können“, heißt es in der Vorlage des Magistrats.

Bürgermeister Stefan Hable (CDU) sprach von einer entscheidenden Verbesserung der Wasserversorgung, die durch den Neubau am „Hochbehälter Hochzone“ erreicht werde. Zum einen sei künftig nur noch ein Standort anzufahren. Zum anderen sei auf diese Weise die Verbindung des bestehenden „Hochbehälters Hochzone“ mit dem neu entstehenden Hochbehälter „Naumburg neu“ möglich, die das Speichervolumen auf insgesamt 900 Kubikmeter erweitert.

Wie sich die Investition langfristig auf die Wassergebühr auswirkt, ist laut Hable noch nicht absehbar. Derzeit zahlen die Naumburger 2,19 Euro pro Kubikmeter (0,00219 Euro pro Liter). Die neue Ermittlung der Gebühr steht im Jahr 2017 an, so der Rathauschef.

Während die CDU der Beschlussfassung kommentarlos zustimmte, kritisierte die SPD mangelnde Transparenz im Vorfeld. Mittlerweile seien aber alle Fragen beantwortet. Im Bauausschuss waren den Abgeordneten tags zuvor die Pläne vorgestellt und erläutert worden. „Der Neubau bedeutet auch eine Verbesserung des Brandschutzes, insofern stimmen wir zu“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Bernd Ritter. Vor dem Hintergrund der schlechten Haushaltslage der Stadt forderte er, den Bürgern dieses Millionen-Projekt plausibel zu machen.

 

Quelle: HNA

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