Vier Anlagen sollen gebaut werden 

Parlament Spangenberg gibt grünes Licht für Windpark auf der Katzenstirn 

Katzenstirn: Das betroffene Gebiet liegt zwischen Spangenberg und Morschen. 

Spangenberg/Morschen. Das Spangenberger Parlament hat mehrheitlich für die Einrichtung eines Windparks auf der Katzenstirn gestimmt.

Dagegen waren vier Mandatsträger von SPD und FDP, einer enthielt sich der Stimme.

Das Unternehmen PNE aus Cuxhaven will in den Gemarkungen Altmorschen und Spangenberg vier Windkraftanlagen vom Typ Nordex N 149 errichten. Die Anlagen sollen jeweils eine Höhe von 220 Metern haben, die Nabenhöhe liegt bei 145 Metern. Drei der Standorte liegen auf Mörscher, eine Anlage steht auf Spangenberger Gebiet. Grundstückseigentümer ist an allen Standorten Hessen Forst.

Das Regierungspräsidium hatte die Stadt nun um eine abschließende fachliche Stellungnahme gebeten. Darin geht es auch um die Erteilung von Nutzungs- und Wegerechten. Bei der Offenlegung des Teilregionalplans hatte sich die Stadt bereits in zwei schriftlichen Stellungnahmen in den Jahren 2013 und 2015 gegen eine Ausweisung des Gebietes Katzenstirn als mögliche Fläche für Windkraftanlagen ausgesprochen.

Der Metzebacher Ortsbeirat ist ebenfalls gegen eine Ausweisung und hatte eine Stellungnahme abgegeben. Denn der Windpark liegt nicht nur in Sichtweite, sondern hat auch mit rund 1700 Metern die kürzeste Entfernung aller Anrainerdörfer zu den geplanten Anlagen. Der Ortsbeirat Bergheim hatte Nutzungs- und Wegerechte für einen geplanten Windpark Katzenstirn kürzlich ebenfalls schriftlich abgelehnt.

Die Abstimmungsergebnisse in den beiden Spangenberger Parlamentsausschüssen fielen sehr knapp aus: drei Ja und eine Nein-Stimme im Haushalts- und Finanzausschuss (bei vier Enthaltungen) und vier Ja- und eine Nein-Stimme im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (bei zwei Enthaltungen).

In der Parlamentsdebatte am Donnerstag meldete sich lediglich Annette Koch (FDP) zu Wort: Ihrer Meinung nach gibt es im Stölzinger Gebirge, zu dem die Katzenstirn zählt, überregionale bedeutsame Korridore für Kranich, Schwarzstorch und Rotmilan. „Und das ist ein Schatz, den man schützen sollte.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare