Enerkom: Entscheidung über Zusammenarbeit bei Strom fällt bis Oktober

Schwalm-Eder. Der Energiemarkt in Nordhessen ist in Bewegung: Neun Kommunen aus dem Landkreis planen über eine regionale Netzgesellschaft die örtlichen Stromnetze von der Eon Mitte zurückzukaufen. Gleichzeitig bemühen sich 13 Landkreise und die Stadt Göttingen um Anteil der Eon Mitte.

Im Oktober fällt die Entscheidung, welcher Energieversorger Partner der neuen kommunalen Netzgesellschaft Enerkom wird. Er wird sicher aus der Region kommen, denn in der engeren Wahl sind die Eon Mitte, die Städtischen Werke Kassel und die Energiegesellschaft Waldeck-Frankenberg (EWF). Das bestätigte jetzt Körles Bürgermeister Mario Gerhold, der auch Sprecher der Arbeitsgruppe der Bürgermeister ist.

In den Parlamenten der neun beteiligten Kommunen wird über den Beschlussvorschlag entschieden, der derzeit erarbeitet wird. An der Auswahl seien alle Kommunen beteiligt, ja sogar Mitglieder aller vertretenen Fraktionen und ein energiewirtschaftliches Fachbüro. Überraschungen seien also nicht zu erwarten, die Parlamente seien hervorragend vorbereitet, sagt Gerhold weiter.

15 bis 20 Millionen Euro seien die Netze wert, die die Enerkom und der neue Partner erwerben. Diese Transaktion sei der nächste Schritt. „Wir hoffen, den Erwerb in den ersten Monaten des neuen Jahres abzuschließen.“ Die Enerkom soll 51 Prozent kaufen, der Partner 49 Prozent. Bei einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent der Enerkom müsste also bei einem Kaufpreis von 15 Millionen Euro etwa ein Viertel direkt finanziert werden. Auf die Gemeinde Körle käme also in etwa eine Summe von 300 000 Euro zu. Eine Zahl mit deutlich weniger Schrecken, sagt Gerhold.

Die Konzessionsverträge liefen bereits zum 31. Dezember 2011 aus - die Übergangsfrist läuft auch nur noch bis zum Ende dieses Jahres. Kein Grund zur Sorge, sagt Gerhold. Die etwa 60 000 Stromkunden im Verbreitungsgebiet bekämen natürlich in der Übergangszeit wie bisher ihre Energie von der Eon Mitte geliert.

Ob die Enerkom künftig auch Strom liefere, sei indes noch nicht entscheiden, sagt Gerhold.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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