Charlie Hebdo: Facebook-Reaktionen

Paris-Attentat: Wolfhagens französische Partnerstadt tief betroffen

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Auf Halbmast: Auch im französischen Tergnier ist die Trauer über den Attentat in Paris deutlich spürbar.

Tergnier/Wolfhagen. Nach dem Attentat auf das Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo mit zwölf Toten, spricht Caroline Sueur aus der Wolfhager Partnerstadt Tergnier über die Lage vor Ort.

„Die Einwohner Tergniers sind tief betroffen von dem Attentat und den Morden“, berichtet Sueur. Als Zeichen der Trauer, seien die Fahnen an allen städtischen Gebäuden auf Halbmast gesetzt worden.

Der Schock sitzt spürbar tief, was auch in den sozialen Netzwerken sichtbar wird: „Die Tergnierer bringen dort ihren Schmerz zum Ausdruck.“ So teilt Pierre Zenake auf Facebook ein Bild mit einer großen Menschenmenge und dem Text „12 morts, 66 millions de blessés“ (12 Tote, 66 Millionen Verwundete) auf Facebook. Viele andere nehmen dort „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie) als Profilbild.

Doch die Antwort auf das Attentat dürfe jetzt nicht Angst sein und solle sich in Frankreich auch nicht ausbreiten, meint Caroline Sueur weiter: „Die Tat bestärkt die Einheit der Franzosen, für die Werte der Republik zu kämpfen.“

Und genau für diese Einheit bat der französische Präsident Francois Hollande um eine Schweigeminute. Mittags wurde es im Land still.

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Auch die Kinder und Jugendlichen werden in Tergenier mit einbezogen und werden als Teil des Ganzen wahrgenommen: So schreibt die Tergnierer Zeitung Aisne nouvelle, dass beispielsweise die Joliot-Curie-Schule der Opfer in einem „starken Akt der Staatsbürgerschaft“ gedenkt. Es sei ein „Nationaltrauertag“.

Doch auch wenn die Franzosen ihre Angst eigentlich nicht zeigen wollen, sondern stark gegen den Terror kämpfen, hat sich seit dem Attentat einiges verändert. Für Paris und die Pariser Region gelte der Antiterrorplan, sagt Caroline Sueur.

Veränderung für Tergnier

Obwohl Tergnier als 14 000 Einwohner-Ort, 131 Kilometer von der französischen Hauptstadt entfernt liegt, ist der Antiterrorplan auch dort spürbar: „Die Polizisten sind wachsam, in Tergnier und den angrenzenden Kommunen präsent.“

Das Ziel nach dem Attentat sei für die Einwohner von Tergnier ganz klar, wie die Internetseite der Stadt benennt: „Gegen die Barbarei und gegen die Aufklärungsfeindlichkeit. Für die Redefreiheit. Für die Freiheit, die Einheit und die Brüderlichkeit.“

Von Johanna Daher

Quelle: HNA

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