69-Jähriger starb in Kreiskrankenhaus Frankenberg

Patient tot: Ärzte aus Klinik Bad Wildungen müssen 6000 Euro zahlen

Fritzlar/Bad Wildungen/Frankenberg. Gegen eine Geldauflage von jeweils 3000 Euro hat das Schöffengericht Fritzlar das Strafverfahren gegen zwei Ärzte wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung vorläufig eingestellt.

Je 3000 Euro gehen an das Diakoniezentrum Hephata in Treysa sowie an den Förderverein der Grundschule Neuental, entschied das Gericht.

Im Kreiskrankenhaus Frankenberg war am 8. April 2012 ein 69 Jahre alter Mann aus Thüringen gestorben, dem am 21. März in einer Reha-Klinik in Bad Wildungen über die Nase eine Magensonde gelegt worden war. Zwei Ärzte (54 und 53 Jahre) waren angeklagt, weil die Sonde nicht in den Magen, sondern in die Lunge des Patienten geführt haben soll. Die Angeklagten sollen die Sorgfaltspflicht verletzt und die Lage der Sonde nicht kontrolliert haben, aber eine Sondennahrung angeordnet haben. 1,5 Liter davon wurden nicht in den Magen, sondern in die Lunge geleitet. Nach Komplikationen war der Patient ins Kreiskrankenhaus Frankenberg gebracht worden, wo er starb.

Richterin Corinna Eichler sprach von widersprüchlichen Aussagen von Ärzten in Frankenberg. Die Tochter des Verstorbenen will nun zivilrechtlich gegen die Ärzte vorgehen. Die von der Richterin mit Zustimmung der Staatsanwältin und der Verteidigung für sie vorgeschlagenen 6000 Euro lehnten sie ab.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Foto: picture alliance / dpa

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