Schwalm-Eder: Patienten sind oft zu schwer für den OP-Tisch

Schwalm-Eder. Die Krankenhäuser im Schwalm-Eder-Kreis haben immer häufiger stark übergewichtige Menschen als Patienten. Damit gehen einige Schwierigkeiten einher, weiß Dr. Dirk Fellermann, Regionalmanager der Asklepioskliniken.

Operationstische, die dem Gewicht nicht gewachsen sind, Duschen, die zu klein sind und Gesundheits- und Krankenpfleger, die bei der Patientenpflege an ihre Grenzen stoßen, seien nur einige dieser Schwierigkeiten, sagt Fellermann.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat jeder zweite Erwachsene in Deutschland Übergewicht, davon gilt ein Fünftel als fettleibig. Tendenz steigend.

Für Patienten und Operateure seien Eingriffe deutlich riskanter. Das beginne bei der Anästhesie und dem Legen von Infusionen und setze sich fort über Begleiterkrankungen übergewichtiger Patienten, die eine Operation zusätzlich erschwerten und zum Teil erst nötig machten, sagt Fellermann.

Im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist werden derzeit drei neue OP-Säle gebaut. Die Tische dort sind dann für Patienten mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm ausgelegt. Derzeit tragen sie nur 150 Kilogramm.

Da die Patientensicherheit an erster Stelle stehe, sagt Klinik-Geschäftsführer Harald Umbach, seien schon Patienten, die mehr wogen, nicht angenommen worden oder hätten verlegt werden müssen.

In der Praxis sei dies nicht ganz einfach, da in der Regel nicht nach dem Gewicht gefragt werde. Die Krankenhaus-Infrastruktur werde aber auf die neuen Anforderungen umgestellt. 250 Kilogramm Traglast sei heutzutage Standard bei neuen OP-Tischen, sagt Umbach. Auch der Fritzlarer Computertomograph (CT) sei nur für Patienten bis 160 Kilogramm Gewicht ausgelegt.

Auch im Rettungsdienst treten Probleme auf.

Quelle: HNA

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