19-Jähriger war bei Casting und lernte die Show anders kennen

Hinter den DSDS-Kulissen: Ziegenhainer wollte Dieter Bohlen begeistern

Gut gelaunt trotz „DSDS“-Pleite: Patrick Heidenreich aus Ziegenhain will mit seiner Musik weiter kommen – auch ohne die RTL-Show. Foto:Vogt

Schwalmstadt. Das Casting zur siebten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) hat begonnen. Unter den 30.000 jungen Menschen, die sich bei der RTL-Show beworben haben, ist auch ein Schwälmer.

Patrick Heidenreich heißt er, ist 19 Jahre alt, spielt seit er sechs Jahre alt ist leidenschaftlich Gitarre und seit vier Jahren singt er auch. Gute Voraussetzungen, die am Ende leider nicht ausgereicht haben: Der Ziegenhainer ist an der Jury gescheitert, bevor der Wettbewerb richtig angefangen hat. Bei einem Treffen mit der HNA erzählte er, wie es beim Casting ablief und was der Zuschauer vor dem Fernseher nicht von „DSDS“ zu sehen bekommt.

Angemeldet hatte Patrick sich nicht selbst. „Er hat sich nicht getraut, da hab ich es gemacht“, sagt Patricks beste Freundin Annika Horn. Als im August die Einladung kam, hat Patrick zur Vorbereitung jeden Tag für mindestens zwei Stunden die Gitarre in die Hand genommen.

„Angetreten bin ich mit der Hoffnung, meine Musik nach draußen zu bringen“, sagt der Musiker, der neben ruhigen Pop-Coverversionen auch einen eigenen Titel im Repertoire hat. Zum Casting in Köln hatte ihn sein Onkel begleitet, der selbst im Musikgeschäft tätig ist.

Die Nervosität kam erst, als Patrick bei der Anmeldung war. Mit sechs anderen Bewerbern wurde er in einen Aufenthaltsraum gebracht. „Wir haben uns total viel unterhalten und waren alle ganz schön aufgeregt“, erzählt Patrick. Durch die dünnen Wände des Aufenthaltsraumes konnte er gut hören, was die anderen Bewerber so drauf hatten. Am Ende schaffte es keiner von ihnen.

Als Patrick mit seiner Gitarre zum Vorsingen reingebeten wurde, saßen ihm nicht Dieter Bohlen und Co. gegenüber, sondern zwei junge Produzenten, die Vorjury. Bei Milows „You don’t know“ gingen sie voll mit, schnippten, schlossen die Augen. Er habe eine tolle Stimme mit viel Gefühl, sagten sie ihm. Da dachte Patrick: „Jetzt bin ich weiter.“

Aber dann sollte er die Gitarre beiseite legen und noch einen Titel singen. Mit „Knocking on heaven’s door“ wollte er letzte Zweifel ausräumen. Doch plötzlich kamen Fragen zu seinen persönlichen Interessen: „Da war ich ihnen wohl nicht außergewöhnlich genug“, glaubt Patrick, der sich beim DRK engagiert.

Doch er lässt sich nicht unterkriegen und arbeitet weiter an seinem Musikertraum. Nächste Woche habe er einen Termin bei einem Plattenproduzenten. „DSDS ist nicht alles“, sagt Patrick.

Quelle: HNA

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