Paul Narayan von den Fidschis stellte in Homberg frühere Heimat vor

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Einblicke in eine fremde Welt: Paul Narayan, der Heute in Homberg lebt, berichtete über die Ess- und Lebensgewohnheiten in seiner früheren Heimat, den Fidschi-Inseln. Fotos: privat

Homberg. Wie fühlt sich ein Mensch, der aus dem fernen Fidschi kommt und seine neue Heimat in Homberg hat? Auf diese und weitere Fragen bekamen die Besucher des Homberger Kultur- und Begegnungszentrums Alte Sparkasse Antworten.

Die Veranstaltungsreihe „Komm, ich zeige Dir mein Land“ bot Gelegenheit, die kulinarischen Eigenheiten der Republik Fidschi und die Lebensumstände der Menschen dort kennenzulernen. Eingeladen hatte der Internationale Bund mit dem Projekt Stadtteilagentur, der Stadtentwicklungsverein und der Starthilfe-Ausbildungsverbund.

Bula heißt Hallo 

Paul Narayan, ein gebürtiger Fidschianer, der seit 13 Jahren in Deutschland lebt, begrüßte die Gäste mit „Bula“, was „Hallo“ heißt, aber auch „Leben“. Dazu wurde das traditionelle Getränk Kava gereicht. Die Kava-Zeremonie zelebriert man überall auf den 110 bewohnten Inseln, um Besucher zu ehren.

Es folgte ein mehrgängiges Menü mit einer Papaya-Suppe, Fisch-Kokonda, Linsenbällchen in Joghurtsauce und einem Zucchini-Knoblauch-Bratling als Vorspeiseteller. Zum Hauptgang wurde mariniertes Schweinefilet mit Mango-Papaya-Chutney, und als Nachtisch wurde ein Mandelpudding gereicht.

Das Restaurant-Team der Starthilfe aus der Untergasse hatte das landestypische Menü für die fast 50 Besucher zubereitet und servierte es.

Zwischen den Gängen gab es Informationen zur Geografie, Geschichte, politischen Situation und Wirtschaft der Inseln. Ein besonderer Höhepunkt war die Demonstration von Paul Narayan zur Öffnung und Verarbeitung von Kokosnüssen. Durch gezielte Schläge mit einem Stein auf die Nähte der Schale der Kokosnuss kann er sie problemlos öffnen. In einem anschließenden Interview erzählte Paul Narayan über seinen anfänglichen Kulturschock hier in Deutschland. Befremdlich empfand er, dass die Menschen hier ganz anders miteinander umgehen. Ihm fehlte das Lächeln auf den Lippen der Leute, und es störte ihn, dass man sich nicht grüßt.

Noch immer vermisst er das Essen aus seiner ersten Heimat und kann sich auch nach 13 Jahren in Deutschland und Homberg nur schwer mit den „Kartoffel-, Wurst-Gerichten“ abfinden. Trotzdem ist der Mann von den Fidschis in Homberg angekommen, was man nicht nur an seiner Begeisterung für die Sauna erkennt.

Auf die Frage, was man von Fidschianern lernen könne, plädierte Paul Narayan für mehr Respekt im Umgang miteinander und dafür, den Umgang mit Älteren im Alltag achtungsvoller zu gestalten.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Komm, ich zeige Dir mein Land - Eine kulinarische Entdeckungsreise“ findet am 13. November statt.

Quelle: HNA

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