Vorzeigeprojekt: Zierenberger Straße in Dörnberg ist fertig

Schlaglöcher aus der Zierenberger Straße verbannt: (von links) Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue, Anwohnerin Gabriele Dziergwa und Carsten Zischkau vom Ingenieurbüro LZU freuen sich über das Ergebnis der Arbeiten. Foto: Thon

Dörnberg. Nach sechs Millionen Euro ist Halbzeit. Dieser Betrag ist in den vergangenen drei Jahren in der Gemeinde Habichtswald im Erdreich verbaut worden. Kanäle, Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse wurden erneuert.

Die so genannte Eigenkontrollverordnung (EKVO) zwingt die Kommune dazu, ihr Kanalnetz unter die Lupe zu nehmen und falls erforderlich zu reparieren.

Sichtbares Zeichen dieser Investition sind schönere Straßen. Denn die werden gleich mit angepackt, wenn die Fahrbahn einmal aufgerissen ist. Seit wenigen Tagen wieder befahrbar ist die Zierenberger Straße in Dörnberg. Seit August 2011 wurde dort in zwei Bauabschnitten gearbeitet. Etwa zwei Millionen Euro habe das Projekt verschlungen, sagt Bürgermeister Thomas Raue. Ein Viertel der Kosten übernimmt das Land Hessen, mit insgesamt 50 000 Euro werden die Hauseigentümer an der Summe beteiligt, deren Anschlüsse ebenfalls erneuert wurde. Den Rest muss die Gemeinde stemmen.

Besonders glücklich über die hübsche Straße ist Anwohnerin Gabriele Dziergwa. Ihr Haus habe nach heftigen Regenfällen auf einem Wassergrundstück gestanden, sagt sie lachend. Mehrfach sei der Keller vollgelaufen. Das Problem: Der Wasserdurchlass hatte einen zu geringen Durchschnitt, sagt Carsten Zischkau vom Ingenieurbüro LZU in Ahnatal. Jetzt hat der Dielbach mehr Platz, der Durchlass wurde erweitert.

Schicke Gehwege und moderne LED-Leuchten komplettieren die Zierenberger Straße, die in der Gemeinde zu den stärker befahrenen Strecken gehört. Und weil glatte Fahrbahnen ihre motorisierten Nutzer dazu verleiten, Gas zu geben, habe die Kommune die mobile Tempoanzeigetafel installiert, sagt Raue.

Immer wieder vertröstet

Bereits im Jahr 1993 hatte das Land grünes Licht für den Ausbau der maroden Landesstraße gegeben. Doch dann war das Projekt Jahr um Jahr wieder zurückgestuft worden, die Autofahrer zuckelten weiter über die Schlaglochpiste. Dann bescherte die schwächelnde Wirtschaft den Kommunen das Konjunkturpaket. Zusammen mit dem Auftrag aus der EKVO, an den Wasser- und Abwasserleitungen nachzubessern, wurde die Straße angepackt.

Der Zeitpunkt, zu dem die nächste Straße in Habichtswald angefasst werde, stehe noch nicht fest, sagt der Verwaltungschef. Sechs Millionen Euro seien für eine Kommune wie Habichtswald ein ordentlicher Batzen. Und in der Warteschleifen stehen Arbeiten für weitere sechs Millionen Euro.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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