Mitgliederwerbung als Herausforderung 

Peter Reuter ist neuer Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes 

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Freut sich auf die neuen Aufgaben: Peter Reuter hat nach Konrad Nachtwey jetzt den Vorsitz des Schwälmer Heimatbundes übernommen. Er steht vor Herausforderungen. 

Ziegenhain. Die Stimmung ist gut im Schwälmer Heimatbund (SHB). Das hat Peter Reuter in den vergangenen Jahren als Mitglied des Vorstands selbst gespürt: „Und die ist zum großen Teil Konrad Nachtwey zu verdanken“, sagt der 67-Jährige. 

Dass das auch in Zukunft so bleibt, dafür will sich der Treysaer künftig einsetzen. Die Mitglieder wählten ihn jüngst zum neuen Vorsitzenden. Gemeinsam mit Nachtwey, der Museumsleiter bleibt, bildet er die Doppelspitze: „Meine Aufgaben werden überwiegend Verwaltung und Organisation sein. Ich möchte Nachtwey den Rücken für das Künstlerische freihalten“, sagt er.

Vater war schon Mitglied

Ihm sei der SHB quasi in die Wiege gelegt worden, erklärt Reuter. Der Vater sei im Geburtsjahr des Sohnes Gründungsmitglied gewesen. Reuters wohnten direkt am Wallgraben. Er sei froh, dass das Museum mittlerweile als echtes Juwel begriffen werden. „Allerdings könnten im Haus noch mehr Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte organisiert werden“, ist Reuter überzeugt. Mit seinen fünf Säulen – Geschichte der Festung, Handwerk und Brauchtum, Weißstickerei, Schwälmer Tracht und Schwälmer Maler – besitze das Museum durchaus Alleinstellungsmerkmale: „Wir verbinden Geschichte und Moderne“, erklärt der Vorsitzende. Wenngleich Reuter noch Potenziale sieht: „Beispielsweise in der Geschichte. Wir haben die einzige noch erhaltene Festung Europas in dieser Größe.“ Mit diesem Pfund gelte es zu wuchern.

Eine Herausforderung sei künftig auch die Mitgliederwerbung, erklärte Reuter. „Wir haben tolle Ideen, aber es fehlt das Geld.“ Zwar gebe es stets für einzelne Projekte Förderung, aber „die laufenden Kosten sind auch da“. 25 000 Euro nehme der Verein über den Mitgliedsbeitrag ein, aber allein das Schwälmer Jahrbuch koste 12 000 Euro. In den vergangenen zwei Jahren sei die Zahl der Mitglieder zwar konstant geblieben: „Aber die Mitglieder werden immer älter, es fehlt das mittlere Alter“, sagt der 67-Jährige.

Engere Zusammenarbeit

Zufrieden stimmt Reuter die Zahl der ehrenamtlichen Helfer. „Da gibt es viele Mitarbeitende. Nachtwey habe Veranstaltungen etabliert, angedacht seien demnächst ein Vortrag über Denkmäler und eine Autorenrunde zum Jahrbuch. „Eine Reihe in Mundart könnte ich mir vorstellen“, sagt Reuter. Was er voranbringen wolle, sei auf jeden Fall eine engere Zusammenarbeit der Kulturschaffenden in der Schwalm mit dem Museum. Wichtiger Baustein sei auch das Archiv: „Der Fundus wächst stetig, die Nachfrage ist steigend.“

Stolz könne man auf die täglichen Öffnungszeiten (außer montags) sein, die ebenfalls übers Ehrenamt abgedeckt sind. „Aber eines muss klar sein: Wenn wir weiter Qualität bieten wollen, kostet das auch Geld“, erklärt Reuter.

Quelle: HNA

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