Angst um die Flaniermeile 

Petition: Melsunger wollen kein Wettbüro in der Innenstadt

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Dort soll die Wettannahmestelle einziehen: Kasseler Straße in Melsungen.

Melsungen. Großer Widerstand regt sich gegen den Umzug eines Wettbüros von der Burgstraße an die Kasseler Straße in Melsungen.

Bei einer Unterschriftenaktion, organisiert von Melsunger Einzelhändlern, kamen bereits fast 400 Unterschriften zusammen, die jetzt an Bürgermeister Markus Boucsein übergeben wurden.

Kornelia Wagner, Inhaberin von Bartenwetzer Foto an der Kasseler Straße und Initiatorin der Unterschriftenaktion sagt: „Wir möchten nicht, dass ein Wettbüro in die Flaniermeile zieht. Wir haben Angst, dass es ein Schandfleck in unserer beschaulichen Stadt wird.“ Auch der Magistrat stimmte dagegen, dass das Wettbüro in die leer stehenden Geschäftsräume neben der Telekom zieht. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Boucsein.

Unterschriften gegen das Wettbüro: Kornelia Wagner von Bartenwetzer Foto in Melsungen übergibt die Liste an Bürgermeister Markus Boucsein.

Dem Schwalm-Eder-Kreis lägen die Gewerbeanmeldung und der Bauantrag bereits vor. „Ich hätte mir ein schönes Geschäft für diesen Standort gewünscht“, sagt Boucsein.

Vom Eigentümer der Geschäftsräume sei er enttäuscht über den Abschluss des Mietvertrages. Helmut Rudolf, der bis zum Juni 2015 dort eine Fleischerei betrieben hatte, sagte auf HNA-Anfrage, dass sich kein anderer Mietinteressent für die Räume gefunden habe.

Hinter der geplanten Wettannahmestelle steckt das Hamburger Unternehmen Hotmatics. Geschäftsführer Murat Günes kann den Widerstand nicht nachvollziehen. „Wir eröffnen dort doch keine Spielhölle, sondern lediglich eine Annahmestelle für Sportwetten.“ Es werde keine Spielautomaten geben und es würden auch keine Getränke angeboten. „Es wird kein Ort zum Verweilen. Die Leute gehen rein, geben ihren Wettschein ab und gehen wieder raus. Mehr nicht“, sagt Günes. Es brauche sich niemand Gedanken wegen Lärmbelästigung machen. Die Eröffnung der Wettannahmestelle ist für Ende des Jahres geplant, sagt Günes.

Quelle: HNA

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