Pfad in Vergangenheit rund um Beuern

+
Ein Traum wird wahr: Mit der Einweihung des vierten archäologischen Pfades geht für Erika Carstensen-Bretheuer (ganz rechts) aus Beuern ein großer Wunsch in Erfüllung. Mit dabei von links Bürgermeister Volker Steinmetz Heinz Wicke, Marion Karmann, Helmut Lengemann und Dr. Andreas Tietmann.

Unter dem Motto "8000 Jahre Landwirtschaft Eine archäologische Zeitreise" erhalten Wanderer einen Einblick in die landwirtschaftliche Entwicklung rund um Beuern.

Mit dem vierten archäologischen Pfad durch das Edertal hat sich Erika Carstensen-Bretheuer, Ortsvorsteherin von Beuern und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen, einen Herzenswunsch erfüllt. "Beim Wandern konnte ich mir nie merken, wo welches Exponat gefunden worden war." Nun sind die wichtigen Fundplätze in der Landschaft markiert.

Das sei neben Kurt Sänger, dem Initiator der archäologischen Pfade, auch Carstensen-Bretheuers verstorbenem Mann Klaus-Otto zu verdanken. Er hatte historisch wertvolle Orte rund um Beuern erkundet und schriftlich festgehalten, doch nie veröffentlicht. Kurt Sänger und Erika Carstensen-Bretheuer setzten die Informationen in Erinnerung an ihn im vierten archäologischen Pfad um.

Im Gegensatz zu den Informationstafeln der Pfade "Hessens Krone", "Eiszeitjäger" und "Eisenzeitliche Höhensiedlung" finden sich auf denen des "8000 Jahre Landwirtschaft" nicht nur Fakten zu den Funden. Es gibt auch Informationen zur Geschichte des Sundhofes, zur Schenkung des Markwaldes oder zum Streit des Grafen Boyneburg mit dem Landgrafen über die Herrschaftsgrenze.

Seinen Namen erhielt der Weg durch die fünfte und sechste Tafel des archäologischen Pfades. Diese weisen auf eine bandkeramische Siedlung auf der Hochebene "Krummeäcker" südwestlich des Sundhofes hin. Heute befinden sich dort Felder und die Schweinezucht von Heinz Wicke.

"Erstaunlich ist, dass damals wie heute Landwirtschaft betrieben wurde. Das belegen Funde aus verschiedenen Zeitepochen und Kulturen", sagte Carstensen-Bretheuer. Im Edertal trafen eine Vielzahl von Kulturen aufeinandertrafen.

Von Natalie Schmidt

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare