Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath verlässt Röhrenfurth nach 17 Jahren

Wird seine Gemeindemitglieder vermissen: Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath in der Röhrenfurther Pfarrkirche. Foto: Schorn

Röhrenfurth. Umzugskartons werden im Pfarrhaus gepackt. Denn nach über 17 Jahren verlässt Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath das evangelische Kirchspiel Röhrenfurth. Dort und in Schwarzenberg hat der 48-Jährige in den vergangenen Jahren Menschen aller Altersgruppen begleitet.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Carsten Köstner-Norbisrath. Denn natürlich seien ihm nach so einer langen Zeit seine Gemeindemitglieder ans Herz gewachsen.

Andererseits freut er sich auf seine neue Pfarrstelle in der Kasseler Friedenskirche im vorderen Westen, wo er ab dem 1. Oktober mit einem Kollegen zusammen arbeiten wird. „Ich denke, in der Stadt zu arbeiten ist eine interessante und spannende Aufgabe“, meint der Pfarrer. „Bei mir gab es einfach noch einmal den Wunsch nach etwas Neuem.“

Im Mai 1993 trat der in Bebra-Solz aufgewachsene Carsten Köstner-Norbisrath seine erste Pfarrstelle in Röhrenfurth an. „Die Tatsache, dass ich selber Nordhesse bin, hat es mir leichter gemacht.“

In seiner Zeit als Pfarrer gab er an der Röhrenfurther Grundschule Religionsunterricht, seit 2008 auch an der Melsungener Gesamtschule. Ungezählte Kinder hat er getauft und konfirmiert, viele Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet.

Etwa 100 Gottesdienste pro Jahr hielt er in den beiden Pfarrkirchen seines Kirchspiels, den letzten wird es mit ihm am Sonntag, 19. September, ab 11.30 Uhr beim Röhrenfurther Kirchplatzfest geben. Insgesamt betreute er 1300 Gemeindemitglieder.

„Toll finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen den Kirchenvorständen von Röhrenfurth und Schwarzenberg“, erzählt er. „Dadurch sind schöne Projekte entstanden.“ Seiner Meinung nach besonders gut gelungen ist die Einbindung von jungen Familien in das Gemeindeleben. So gibt es regelmäßig einen Brunchgottesdienst. Dort wird gemeinsam gefrühstückt, und die Kinder werden betreut. Zudem wurde ein Singkreis gegründet. Das Ziel: moderne Kirchenlieder einstudieren. Und auch das viermal im Jahr stattfindende Kaffee „Säälchen“, ein Treffpunkt im Gemeindesaal vor allem für ältere Menschen, ist ein voller Erfolg. Darüber hinaus war Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath jahrelang in der Diakonie des Kirchenkreises tätig und zuletzt Kreisjugendpfarrer.

Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Bis zum 30. September läuft die Bewerbungsfrist bei Bischof Martin Hein. „In der Übergangszeit wird der Körler Pfarrer Heinz-Ulrich Schmidt-Ropertz die Pfarrangelegenheiten übernehmen“, teilt der Melsungener Dekan Rudolf Schulze mit. „Die Melsunger Pfarrerin Sandra Scholz wird bis dahin den Konfirmandenunterricht halten.“

Quelle: HNA

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