Spickebrücke ist marode

Provisorium aus Kunststoff: THW baute Brücke für Fritzlarer Pferdemarkt

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Stück für Stück wächst die Brücke: Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks aus Kassel und Fritzlar haben am Wochenende gemeinsam das Provisorium auf der Eder errichtet. 

Fritzlar. Der Überweg über die Eder zum Festplatz während des Pferdemarktes am kommenden Wochenende ist gesichert. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Kassel und Fritzlar hat eine Behelfsbrücke gebaut. 

Wie THW-Geschäftsführer Björn Fuhrmann sagte, wurde aus schwimmbaren Kunststoffblöcken, sogenannten Jetfloats, eine Brückenfläche von 140 Quadratmetern zusammengebaut. Um die ganze Konstruktion zu stabilisieren, wurden die Elemente durch Stahlseile verbunden und gespannt, die an den Ufern mit insgesamt sechs Ankerplatten befestigt wurden. Damit sei sichergestellt, dass die Behelfsbrücke nicht von der Strömung weggerissen wird. Zum Schluss werden noch Geländer und Sicherheitsnetze befestigt, um den Fußgängern eine sichere Überquerung zu ermöglichen. Dazu wird der THW-Ortsverband Fritzlar den gesamten Bereich ausleuchten, wie Jürgen Lau sagte.

Wie Björn Fuhrmann erklärte, hatte die Stadt Fritzlar ein Amtshilfeersuchen an die THW-Geschäftsstelle in Homberg gerichtet. Nach Absprache mit den Ortsverbänden, die wegen ihrer Ausrüstung für den Bau in Betracht kommen, hatte THW-Zugführer Sebastian Kühne vom Ortsverband Kassel die Behelfsbrücke geplant und die Bauteile aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammengetragen. Im Vorfeld hatte eine Baufirma einen befestigten Weg vom Bahnübergang hinunter zur Eder und auf der nördlichen Uferseite auf dem THW-Übungsplatz bis hinauf zum Festplatz geschaffen.

Hinweis: Behindertenparkplätze sind wegen der Behelfsbrücke am Ende der Straße Auf der Schanze und am Ende vom Mainzer Ring neben dem Alten Hof (Reinbold) eingerichtet.

Schwere Schäden an der Spickebrücke

Die Errichtung der Behelfsbrücke war aus Sicherheitsgründen erforderlich. Bei einer turnusmäßigen Brückenprüfung im August 2016 waren Schäden an den Hauptträgern der Spickebrücke festgestellt worden. Die Tragfähigkeit ist demnach deutlich eingeschränkt. Die Durchgangsbreite der Spickebrücke wurde daraufhin auf 1,20 Meter reduziert. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hatten Schichtholzbretter angebracht und den Durchgang eingeschränkt. Darüber hinaus wurden die Hauptträger mit Holzstützen verstärkt, die auf Fundamenten aufgestellt wurden. 

Für den Pferdemarkt wurden Alternativen gesucht und schließlich mit dem THW eine technisch machbare und zugelassene Lösung gefunden. Diese Behelfsbrücke ist entsprechend gesichert und beleuchtet. Für das Provisorium sind im städtischen Haushalt 15.000 Euro eingestellt. Die Fritzlarer Stadtverordneten haben in ihrer vergangenen Sitzung beschlossen, dass eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden soll. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von 350.000 Euro.

Quelle: HNA

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