Traditionelle Pfingstübung führt Helfer zusammen

THW, Rotes Kreuz und Feuerwehr simulieren Gebäudebrand mit Verletzten

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Löste großes Interesse bei den Wolfhagern aus: Die traditionelle Pfingstübung, bei der Feuerwehr, THW und DRK die Zusammenarbeit testen. Am Dienstag fand sie in der alten Berufsschule an der Liemecke statt.

Wolfhagen. Bei der traditionellen Pfingstübung steht die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Wolfhagen-Mitte, dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Roten Kreuz auf dem Prüfstand.

Bei den Wolfhagern stieß die gemeinsame Übung, die am Dienstagabend an der alten Berufsschule abgehalten wurde, auf großes Interesse. Sie verfolgten, wie die Rettungskräfte ein simuliertes Feuer löschten und mehrere verletzte Personen retteten.

Drehleiter im Einsatz: Ein Feuerwehrmann verschafft sich einen Überblick.

Ernstfälle, zu denen alle drei Rettungsorganisationen gleichzeitig gerufen werden, seien im Alltag die Ausnahme, sagt Michael Langer, der seit Kurzem für die Pressearbeit der Feuerwehr zuständig ist. Aber dennoch müssten die verschiedenen Gruppen wissen, was in einer Großlage zu tun, und wie die Zusammenarbeit zu organisieren sei, damit sie wie am Schnürchen klappe. Hermann Finke hatte in den 1970er-Jahren während seiner Zeit als Wehrführer die bis dahin etwas eingeschlafene Pfingstübung wiederbelebt. Doch die Übung selbst habe eine viel längere Geschichte. Aus alten Unterlagen gehe hervor, dass der kurfürstliche Landrat im Jahr 1732 eine Pfingstübung veranlasst hatte, die Bürgermeister Ritter für Wolfhagen umgesetzt haben soll, erzählt der 79-Jährige.

85 Einsatzkräfte

Dummy an der Seilwinde: Das THW nutzte die Pfingstübung am Dienstagabend, um sein technisches Gerät für die Rettung von Menschenleben zu testen. Am Seil hängt aber eine Attrappe.

Die Übungsaufgabe der 85 Einsatzkräfte am Dienstagabend bestand  darin, Menschen aus der brennenden ersten Etage der Berufsschule zu retten. Dichter Rauch drang kurz nach 18 Uhr aus dem Gebäude an der Liemecke und sorgte für eine realistische Darstellung der Gefahrenlage. Erst nachdem die verletzten Personen aus dem Gebäude gebracht – hierbei kam eine Seilwinde des THW zum Einsatz – und von den Helfern des Roten Kreuzes versorgt worden waren, kümmerte sich die Feuerwehr um die Löscharbeiten. Die hatte auch die Drehleiter mitgebracht, deren Einsatz vom Publikum mit Eifer verfolgt wurde. Nach 30 Minuten war die Probe beendet und Michael Langer freute sich: „Es hat alles geklappt!“

Quelle: HNA

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