Pflanzenbeobachter aus Günsterode bekam Verdienstmedaille

Ausgezeichnet: Georg Horn beobachtet für den Deutschen Wetterdienst seit 41 Jahren die Pflanzenwelt in seinem Heimatort Günsterode. Foto: V. Koch

Günsterode. Die Blüte der Haselnuss war die erste Meldung, die Georg Horn aus Günsterode vor 41 Jahren für den Deutschen Wetterdienst (DWD) aufgezeichnet hat. Nun wurde er für seine ehrenamtliche Tätigkeit als Phänologe mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

4 116 Beobachtungen der Günsteröder Pflanzenwelt hat Horn seit 1971 für den DWD notiert. „Seine Aufzeichnungen sind ein Schatz für Agrarmeteorologen und Klimaforscher“, sagt Brigitte Klante von der Außenstelle Geisenheim des DWD. Dieser Schatz werde immer wertvoller, je länger Horn seine Beobachtungen fortführt, erklärt Klante, die dem 69-Jährigen in Melsungen die Verdienstmedaille überreichte.

„Mit seinen Daten trägt Georg Horn auch etwas zu Klimadiskussion bei“, sagt Klante. Anhand der Beobachtungen von Horn können Rückschlüsse auf Klimaveränderungen geschlossen werden. So kann an einer phänologische Uhr - die die Länge der Jahreszeiten in Günsterode seit Beginn von Horns Beobachtungen zeigt - abgelesen werden, dass es in den vergangenen 41 Jahren in dem Ort eine Verschiebung der Jahreszeiten um mehrere Tage gab.

„Als naturverbundener Mensch hat mir das Ehrenamt immer Spaß gemacht“, sagt Horn. Nach der Arbeit verbrachte der ehemalige Angestellte seine Zeit am liebsten in der Natur. Dort kann er auch heute noch am besten abschalten. (yvk)

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Quelle: HNA

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