10.000 Euro für einen neuen Weg

Pflaster für den Friedhof in Neumorschen

Neumorschen. 10.000 Euro hat die Jagdgenossenschaft Neumorschen für den Ausbau des Platzes vor der Friedhofshalle und des Hauptweges gespendet. Zusammengekommen war das Geld, weil sich die Jagdgenossen die Pachterträge nicht haben auszahlen lassen, sondern gesammelt und jetzt gespendet haben.

"Wir haben in der Jahreshauptversammlung beschlossen, das Geld für den Friedhof zu spenden", sagt Jagdvorstand Tim Treis. Bei den Jagdgenossen in Neumorschen sei es üblich, den Jagdertrag also das Geld, das die Jäger bezahlen, um Land bejagen zu dürfen nicht an die Landbesitzer auszuzahlen, sondern für gemeinnützige Zwecke auszugeben. In der Regel seien die Beträge aber geringer, doch dieses Mal sei das Geld über einen längeren Zeitraum angespart worden. Die Jagdgenossenschaft hoffe, so Treis, mit der Spende zeigen zu können, dass ein guter Zusammenhalt im Ort und eine gute Zusammenarbeit mit den Jägern für alle von Vorteil sei.

"Wir sind sehr froh über solche Initiativen", sagt Morschens Erster Beigeordneter Günter Görke. Ohne die Spende der Jagdgenossen wäre es nicht möglich gewesen, den Weg und den Platz zu pflastern. Die Gemeinde hätte das laut Görke in ihrer momentanen finanziellen Situation nicht leisten können. Zusätzliche Ausgaben müssten vom Kreis wegen des Haushaltsdefizits genehmigt werden.

Gemeindevertreterin Sabine Knobel, die Mitglied in der Friedhofskommission ist, sagt, dass die Neumorschener sich für ihren Friedhof dringend eine gepflasterten Weg wünschen. "In der Umfrage zur Umgestaltung der Friedhöfe war es das dringendste Anliegen, die Wege zu pflastern", sagt Knobel. Wenn es regnet, weichen die Wege auf.

Die Gemeinde hatte in allen Ortsteilen die Einwohner gefragt, was sie sich für ihre Friedhöfe wünschen. Derzeit sei man dabei, die Ideen, die die Friedhofskommission aus den Umfrageergebnissen entwickelt hat, umzusetzen, sagt Görke.

Sollten die 10.000 Euro der Jagdgenossen nicht reichen für das Pflaster auf dem Friedhof, werde die Gemeinde aber etwas beisteuern können, sagt Görke. "Ich denke aber, wir kommen mit dem Geld hin." Die Gemeinde lasse derzeit ein Angebot erstellen.

Quelle: HNA

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