Pflege von Angehörigen: Land verleiht Medaillen

Schwalm-Eder. Fast drei Viertel der Pflegebedürftigen in Hessen werden zu Hause versorgt. Für Pflegende, die sich intensiv und über viele Jahre hinweg um ihre Angehörigen kümmern, vergibt das Hessische Sozialministerium jedes Jahr die Pflegemedaille.

Dieses Jahr wurden als „Helden des Alltags“ Friedrich Wiegand aus Felsberg-Hilgershausen und das Ehepaar Heidrun und Hans Walter Ziegler aus Ziegenhain ausgezeichnet.

Die meisten Menschen wollten auch bei Pflegebedürftigkeit in ihrer angestammten Umgebung bleiben.

Die große Mehrheit der zuhause Betreuten wird durch Angehörige gepflegt, größtenteils ohne Unterstützung durch ambulante Pflegedienste, heißt es dazu aus dem Ministerium.

Lesen sie auch:

- Friedrich Wiegand mit Pflegemedaille des Landes Hessen ausgezeichnet

Entsprechend einer bundesweiten Erhebung werden 92 Prozent der Pflegebedürftigen von nahen Familienangehörigen versorgt. „Es ist meistens der engere Kreis der Familien, der die Hauptlast der regelmäßig zu erbringenden Hilfeleistungen trägt“, so Sozialminister Stefan Grüttner.

In 28 Prozent der Fälle werde die Pflege und Betreuung von einem Ehe- oder Lebenspartner geleistet. In 26 Prozent ist es die Tochter, in zehn Prozent der Sohn und in sechs Prozent die Schwiegertochter. „Die in der häuslichen Pflege engagierten Menschen, gewährleisten eine Versorgung rund um die Uhr. Häusliche Pflege ist oft mit enormen körperlichen Anstrengungen und psychischen Belastungen verbunden“, betonte der Sozialminister.

Es sei wichtig, den Angehörigen zur Unterstützung ihrer häuslichen Pflege schnelle und unkomplizierte Hilfe zukommen zu lassen. Deshalb sei es das Ziel der Landesregierung, auch in kleineren Gemeinden die Tages- und die rehabilitative Kurzzeitpflege weiter auszubauen, um so die Pflege von Angehörigen im häuslichen Umfeld zu ermöglichen. (bmn)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare