Verein zur Förderung der Palliativmedizin sorgt sich um schwerkranke Menschen

Pflege mit Herz und Hand

Begleitung bei schwersten Erkrankungen: Der Förderverein der Palliativmedizin kümmert sich bis zum Ende um die Patienten. Foto: dpa/Schittelkopp

Bad Zwesten. Menschen die an einer tödlichen Krankheit leiden, sind häufig drei Ängsten ausgesetzt: Der Angst vor Schmerzen, der Angst allein zu sein und der Angst, nicht gut versorgt zu werden. Diese Menschen benötigen eine spezielle palliativmedizinische Versorgung. Aufgabe der Palliativmedizin ist es, die Beschwerden von unheilbar Kranken zu lindern.

Der Verein zur Förderung der Palliativmedizin in Fritzlar hat deshalb ein Netzwerk aus Medizinern, speziell geschulten Pflegekräften und Beratern im Schwalm-Eder Kreis aufgebaut, das sich um diese Menschen kümmert. Das Netzwerk ermöglicht eine spezielle ambulante Palliativversorgung (SAPV).

„Im Vordergrund steht die Würde des Menschen, sagt Heidi Schoppenhorst, Fachärztin für Palliativmedizin und Vorsitzende des Vereins. Die Aufgabe des Vereins sei es, Menschen, die unter einer Erkrankung mit begrenzter Lebensdauer leiden, ein möglichst beschwerdefreies Dasein zu ermöglichen.

Seit September können sich Betroffene oder deren Angehörige bei einer zentralen Koordinationsstelle melden, die sich in der Praxis von Dr. Wolfgang Weber in Homberg befindet. Die dortigen Pflegekräfte informieren umgehend einen Mediziner des Palliativnetzwerks in der Nähe des Patienten. Zusammen mit dem Hausarzt wird Kontakt zum Patienten aufgenommen und geklärt, welche Pflege er benötigt.

Die Kosten tragen die Krankenkassen, nachdem der Hausarzt ein Formular mit Angaben über die Art der Erkrankung, der Beschwerden und der benötigten Medikamente ausgefüllt hat.

Die Palliativ-Pflegekräfte bieten den Patienten Hilfe an, die über die normale Versorgung hinausgeht. „Dazu gehört zum Beispiel psychische Unterstützung, Schmerztherapie und Beratung über die Finanzierung von Hilfsmitteln und Pflegepersonal“, sagt Krankenpflegerin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Beate Hasenpflug. Die Palliativversorgung gewinne laut Hasenpflug zunehmend an Bedeutung. Nach der aktuellen Gesetzeslage haben Patienten Anspruch auf Palliativversorgung. Deshalb müsse es in der Umgebung der Betroffenen Angebote zu Palliativmedizin und Pflege geben.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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