Neue Homepage des Bildungsnetzwerks Pflege informiert über Ausbildung im Landkreis

Weg zum Pfleger auf einen Blick

Sie machten die neue Internetseite möglich: von links Heike Sölzer (Hephata), Katja Schirakowski (Schira-Design), Michaela Grebe (Asklepios), Gabriele Stützer (Wirtschaftsförderung Schwalm-Eder), Swen Greiner (Hospital Fritzlar) und Dorothea Pampuch (AWO). Foto: Bayer

Schwalm-Eder. Wer sich bislang für eine Ausbildung im Bereich der Pflege im Schwalm-Eder-Kreis interessierte, musste im Internet mitunter lange suchen. Mit einer neuen Homepage soll Abhilfe geschaffen werden. Auf ihr werden die unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten erstmals gesammelt und zusammengefasst.

Neben einer kurzen Vorstellung der einzelnen Schulen und ihrer Angebote verfügt die Homepage über einen Terminkalender, der auf Informationsveranstaltungen in der Region hinweist. Darüber hinaus gibt es dort Informationen über die Gliederung der Ausbildung und über mögliche finanzielle Unterstützung. Zudem verfügt die Seite über eine Bindung an soziale Netzwerke und ist für die Nutzung auf Smartphones optimiert.

Träger an einen Tisch geholt

Dass sich die verschiedenen Pflegeschulen im Kreis überhaupt gemeinsam präsentieren, ist nicht selbstverständlich. Die Zusammenarbeit geht auf die Gründung des Bildungsnetzwerks Pflege zurück, das seit Ende 2010 besteht. „Es ging darum, alle Träger im Bereich Pflege an einen Tisch zu holen“, so Gabriele Stützer vom Fachbereich Wirtschaftsförderung im Kreisausschuss. Zum Netzwerk zählen das Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Nordhessen, die AWO Nordhessen, das Hephata Diakoniezentrum, das Hospital zum Heiligen Geist Fritzlar und Vitos Kurhessen.

Nicht zuletzt hängen die Bemühungen um einen besseren Zugang zu den verschiedenen Bildungsgängen mit der hohen Nachfrage nach Pflegepersonal zusammen. „Wir wollen auch dem großen Fachkräftemangel entgegen wirken“, betonte Heike Sölzer vom Hephata Diakoniezentrum.

Der Bedarf nach Pflegekräften wird in den nächsten Jahrzehnten durch das zunehmende Alter der Gesellschaft weiter steigen. Jedoch rangiert eine Beschäftigung als Alten- oder Krankenpfleger bei jungen Leuten auf den hinteren Plätzen, wenn nach dem Berufswunsch gefragt wird.

„Wir haben beim Design der Seite allerdings Wert darauf gelegt, uns an alle Altersgruppen zu richten“, erklärte Katja Schirakowski, die mit der Gestaltung der Homepage beauftragt wurde. „Die Entscheidung einen Pflegeberuf zu ergreifen, fällt für viele oft erst später“, ergänzte Hans-Gerhard-Gatzweiler, Geschäftsführer der Jobcenter im Schwalm-Eder-Kreis.

Mit der Arbeit an der Internetseite wurde im Sommer 2012 begonnen. Dafür standen Mittel aus einem Förderprogramm zur Verfügung, an dem das Land Hessen und der Europäische Sozialfonds beteiligt sind. Dorothea Pampuch von der Altenpflegeschule der AWO in Homberg ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir können stolz auf die Homepage sein.“ • Informationen:www.bildungsnetzwerk-pflege.de

Von Till Bayer

Quelle: HNA

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