Vermutlich hoher Schaden am Neubau

Pfusch am Bau: Wasser lief über Monate ins neue Hospiz

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Trockenmaschine im Einsatz im Hospiz Gilserberg: Erika Karama und Andreas Beck kennen das ganze Schadensausmaß noch nicht.

Gilserberg. Erst Anfang Februar hatte das Hospiz Kellerwald in Gilserberg seinen Betrieb aufgenommen, nun steht die Einrichtung vor einem großen Problem: Über Monate ist Wasser in die Bausubstanz des Gebäudes gelaufen.

Die Sanierungsarbeiten werden sich über mehrere Monate hinziehen, erklärte Andreas Beck, Geschäftsführer der Paritätischen Projekte.

Der Betrieb des Hospizes werde aber vorerst auf jeden Fall weitergehen, bestätigte Pflegedienstleiterin Erika Karama. Jetzt verschaffte sich die Heimaufsicht ein Bild von der Lage und bestätigte, dass eine professionelle Pflege weiterhin gewährleistet werden kann. „Wir organisieren die Pflege so, dass keine Nachteile für unsere Gäste entstehen und unser Angebot so gut es geht aufrecht erhalten werden kann“, so Karama.

Wie Andreas Beck schildert, wurde der Schaden erst kürzlich festgestellt, weil eine Wand mit Wasser vollgelaufen war. Der Grund dafür ließ sich schnell ausfindig machen: Während der Bauarbeiten hat ein Handwerker im Dienstzimmer, das vom Personal genutzt wird, ein Waschbecken zwar an die Wand montiert, allerdings vergessen, das Waschbecken auch an das Abwassersystem anzuschließen.

In der Folge lief das Wasser seit Anfang Februar in die Bausubstanz. „Wir müssen jetzt herausfinden, wohin das Wasser überall gelaufen ist, um das eigentliche Ausmaß der Sanierungsarbeiten abschätzen zu können“, erklärt Andreas Beck.

Die betroffene Wand wurde bereits freigelegt und mit einer Pumpe soviel Wasser wie möglich herausgeholt. In dem betroffenen Raum wird zudem versucht, mit einer Trockenmaschine möglichst viel Feuchtigkeit einzufangen. Der Raum wurde bisher vom Personal für Team-Besprechungen sowie zur Lagerung von Medikamenten und Pflegeutensilien genutzt.

Hintergrund: Hospiz Kellerwald

Das Hospiz Kellerwald am Ortsrand von Gilserberg mit Blick auf den Kellerwald hatte im Februar seinen Betrieb aufgenommen. Es ist die erste stationäre Hospiz-Einrichtung im Schwalm-Eder-Kreis. In elf Zimmern werden todkranke Menschen während ihrer letzten Lebensphase gepflegt und betreut. Die medizinische Versorgung erfolgt in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten sowie Netzwerken zur spezialisierten ambulanten palliativ-medizinischen Versorgung (SAPV). Nicht zuletzt sorgen hauptamtliche Mitarbeiter sowie speziell ausgebildete ehrenamtliche Hospizhelfer für eine bestmögliche pflegerische Betreuung im Hospiz Kellerwald. 

Quelle: HNA

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