Pharmawerk: Lob vom Konzernchef für B. Braun-Mitarbeiter

Ehrenplatz in der Vitrine: Die einmilliardste Infusionslösungsflasche Ecoflac wird im Foyer des Life-Pharmawerks ausgestellt. Von links Konzernvorstandsmitglied Dr. Meinrad Lugan, der Leiter Entwicklung und Produktion Pharma, Bernd Hassel, sowie Werkleiter Bernd Malkmes. Foto:  Schwarz

Melsungen. Zum Produktionsjubiläum im Melsunger Life-Pharmawerk von B. Braun gab es am Donnerstag für die Beschäftigten höchstes Lob vom obersten Chef: „Sie können stolz sein auf eine Leistung, die nicht nur in Europa, sondern weltweit einmalig ist“, sagte Ludwig Georg Braun.

Gemeinsam mit Werkleiter Bernd Malkmes hatte er den einmilliardste Infusionsbehälter vom Förderband genommen hatte.

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Nicht nur im Zusammenhang mit dem Markterfolg der Infusionslösungen sprach der Vorstandsvorsitzende von einem „strategischen Ansatz, der sehr gut gelungen ist“. Braun bezog sich ebenso auf den Standortsicherungsvertrag, den das Unternehmen im Vorfeld der 160-Millionen-Investition mit dem Betriebsrat ausgehandelt hatte. Dieses Abkommen hatte letztlich den Ausschlag gegeben, dass das Pharmawerk ab 2002 in Melsungen und nicht an anderen weltweiten Standorten des Konzerns errichtet wurde.

Standortsicherungsvertrag

Für eine Vertragslaufzeit von zunächst fünf Jahren (2004 bis 2009) hatten sich die Braunianer verpflichtet, insgesamt 520 Stunden mehr zu arbeiten. Im Gegenzug erhielten sie Kündigungsschutz für diesen Zeitraum sowie eine Gewinnbeteiligung. Nicht nur in der Produktionstechnik, sondern auch arbeitsmarktpolitisch habe das Unternehmen damit einen Meilenstein gesetzt, sagte Braun.

Viele Beschäftigte der Schicht am Donnerstagvormittag verfolgten neben offiziellen Vertretern, wie sich die Produktionszahl auf einer elektronischen Anzeigetafel der magischen Marke von einer Milliarde näherte. Gleichförmig wie immer rückte derweil Flasche um Flasche auf den Förderbändern vor – fast ohne menschlichen Eingriff. „Das sieht alles so einfach aus“, sinnierte Werksleiter Bernd Malkmes – wohl wissend, welche komplizierten technischen Abläufe da ineinander greifen.

Etikett auf Slowenisch

Zum turnusmäßigen Etikettenwechsel mussten kurz vor dem großen Moment dann doch ein paar Life-Beschäftigte Hand anlegen. So klebt nun auf der Milliardenflasche, die später einen Ehrenplatz unter einer Glaspyramide im Foyer bekam, ein Etikett auf Slowenisch. Das hat Symbolwert, denn laut Bernd Malkmes, dem Leiter der Pharmaentwicklung und -produktion bei B. Braun, werden die Infusionsbehälter mit dem Markennamen Ecoflac in nahezu alle europäischen Länder geliefert.

Jede dritte Infusionslösungsflasche in Europa komme heute aus Melsungen, sagte Konzernvorstandsmitglied Dr. Meinrad Lugan. Als Faustregel für den Markt gelte, dass statistisch jeder der 300 Millionen Europäer zwei Infusionen pro Jahr benötige.

Quelle: HNA

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