Multitalent ausgezeichnet

Arne Hensel holte Silbermedaille beim Physikwettbewerb IYPT in England

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Arne Hensel in seinem Element: Er ist fasziniert von den Naturwissenschaften. Er erforscht und untersucht die Oberfläche von Aminosäuren in ihrem Nanobereich.

Homberg. Er grübelt und diskutiert in seiner Freizeit mit Kasseler Doktoranden über physikalische Probleme - Thomas Arne Hensel, 17 Jahre, Gymnasiast aus Borken an der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule.

Arne Hensel holte beim internationalen Physikwettbewerb „IYPT“ in England die Silbermedaille. Das ist eine Art Weltmeisterschaft der Physik für jugendliche Forscher. Er gewann einige Geld-Preise und Seminare durch diverse Wettbewerbe. Mittlerweile war er Landessieger bei dem Wettbewerb „Jugend forscht“ und einer der Besten beim Tag der Mathematik. Zudem nahm er am Bundeswettbewerb Jugend debattiert teil.

Seine Passion für die Naturwissenschaften entdeckte er bereits in der Mittelstufe. Zunächst spielte er Computer, doch schnell merkte er: „Das kann es nicht sein.“ So hörte er sich um und kam durch einen Tipp auf das Schüler-Forschungszentrum in Kassel.

Dort konnte er sich frei entfalten und lernte viel dazu. Seine Lehrer fördern und unterstützen ihn seither auf seinem Weg. Freunde beschreiben ihn als neugierig, talentiert und interessiert.

Der junge Forscher möchte chemischen und physikalischen Problemen auf den Grund gehen. „Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Man lernt in der Forschung nie aus.“ So ist er auch nicht gleich frustriert, wenn er Rückschläge bei seiner Forschungsarbeit einstecken muss. Die Lösung werde schon irgendwo sein.

Dort war er mit einem Team der besten jungen Physiker aus Deutschland vertreten. Was ihn an den Naturwissenschaften fasziniert, steht fest: „In der Physik steckt das Potenzial, die Welt zu beschreiben. Mit klaren Formeln die komplexe Alltagsstruktur zu verstehen.“

Andere Jugendliche dafür zu begeistern, fällt nicht immer leicht: „Man sollte schon ein Interesse an Naturwissenschaften haben“, meint er. Das Schüler-Forschungszentrum in Kassel sei eine gute Anlaufstelle für Jugendliche, die selbständig und wissenschaftlich arbeiten wollen. Hier geht es praktisch zu. Es bietet die Möglichkeit, eigene Kreativität zu entfalten und zu fördern. Dort hat er die Utensilien, die er für seine Lösungswege braucht. Geräte, wie beispielsweise Elektronenmikroskop oder die Dunkelkammer. „Im theoretischen Unterricht an der Schule stehen mir diese Mittel nicht zur Verfügung“, meint er. In seiner Freizeit fährt er gern Rad oder spielt Schlagzeug. Der 17-Jährige spielte in mehreren Bands. Momentan spielt er in einer Jazz-Combo der Musikschule Homberg Schlagzeug.

Da er vielseitige Interessen hat und ihm jedes Fach zusagt, fällt es ihm nicht allzu leicht, sich für eine Richtung zu entscheiden. „Man möchte es besonders gut machen, weil die Erwartungen hoch sind.“

Noch hat er die Wahl. Der Schüler macht in einem Jahr sein Abitur.

Seine Passion für die Forschung wird bleiben. Vermutlich möchte er theoretische Physik oder physikalische Chemie studieren.

Quelle: HNA

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