Pionierin der katholischen Kirche

Nachruf: Gemeinde vermisst Lydia Ries

Lydia Ries †

Schwalmstadt. Gestorben ist vor kurzem Lydia Ries in Kassel. Sie wurde 87 Jahre alt. Das Requiem und die Verabschiedung fand in der Heilig-Geist-Kirche Treysa statt, die Urne wurde im engsten Familienkreis auf dem Treysaer Friedhof beigesetzt.

Groß war die Anteilnahme beim Abschied von Lydia Ries. Sie war ein Urgestein der katholischen Kirche in Treysa, berichtet die Gemeinde. Dechant Jörg Stefan Schütz von Fritzlar, der aus Treysa stammt, würdigte sie als Vorbild im Glauben.

Von Marburg kam Lydia Ries im März 1938 mit den Eltern nach Treysa.

Nach Ende des 2. Weltkrieges half sie dem damaligen Pfarrer Bernhard Märzdorf beim Aufbau einer Diasporagemeinde, die zum Großteil aus Heimatvertriebenen bestand. Für den Bau der Heilig-Geist-Kirche hat sie unermüdlich Gelder gesammelt und Sponsoren geworben. 1959 wurde die Kirche eingeweiht, die bis heute religiöser Mittelpunkt und Heimat der Treysaer Katholiken ist.

Um alles gekümmert

Lydia Ries hat sich um alles gekümmert, was nötig war: Gottesdienste, Andachten, Kirchenschmuck, Haus- und Krankenbesuche, Religionsunterricht in den Schulen, Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche. 35 Jahre lang war sie als Gemeindereferentin unermüdlich im Einsatz. 60 Jahre lang hat sie die Orgel gespielt.

Der katholische Glaube war ihr genauso wichtig wie die ökumenische Verbundenheit. Auch über die Grenzen Treysas hinaus war sie bekannt und geschätzt. Mit Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit ist sie allen begegnet. Ihr herzhaftes Lachen war das Kennzeichen von Lydia Ries. Von vielen wurde sie desshalb auch die „lachende Kirche“ genannt. (jkö)

Quelle: HNA

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