Piratenpartei organisiert sich im Schwalm-Eder-Kreis

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Wollen die Politik mit eigenem Kreisverband stärker mitgestalten. Von links Generalsekretär Eike Busche, Vorsitzender Michael Rath mit Sohn Max und Beisitzer Martin Langhorst.

Schwalm-Eder. Bundesweit sorgt die Piratenpartei durch ihre Wahlerfolge wie kürzlich im Saarland für Aufsehen. Auch im Landkreis wollen die Piraten stärker in der Politik mitmischen.

Deshalb haben sie am am Samstagabend einen Kreisverband Schwalm-Eder gegründet und einen siebenköpfigen Vorstand gewählt.

16 Piraten aus dem Landkreis hatten sich in Homberg im Restaurant Stadt Cassel getroffen, um bei der Gründung dabei zu sein. "Mit dem Verband haben wir uns eine Struktur gegeben und fangen jetzt an, ein Programm zu entwickeln", sagte der Vorsitzende, Michael Rath aus Obergrenzebach.

16 Kreisverbände gibt es inzwischen bundesweit. 31 Mitglieder gibt es in Schwalm-Eder. "Unsere Arbeit fängt jetzt bei Null an. Jeder kann sich bei der Entwicklung unseres Programms beteiligen", sagte Michael Rath. In sechs Wochen sollen dann die ersten Themen vorliegen. Ein Thema sei beispielsweise die zu langsamen Internetverbindungen in manchen Gemeinden des Landkreis.

Langfristiges Ziel sei es, in den kommunalen Parlamenten vertreten zu sein. "Wir wollen eine Politik zum Mitreden und Mitgestalten machen", sagt der Vorsitzende. Die Partei sei bundesweit so erfolgreich, "weil die Menschen eine tiefe Sehnsucht haben, ernstgenommen zu werden". Es gebe genügend Menschen, die sich engagieren wollten. Doch in den anderen Parteien dauere es schonmal zehn bis 15 Jahre, bis man in die Verlegenheit kommen, etwas mitgestalten zu können. "Das ist bei uns anders", sagte Rath.

Drei Punkte sind für die Piraten zentral: Transparenz, Basisdemokratie und Liberalität. "Viele Dinge werden uns von der Politik vorenthalten. Wir wollen sie transparent machen. Erst der Einblick schafft eine Grundlage zum Diskutieren", sagte Rath. Zudem verzichte die Partei auf Hierarchien. "Wir entscheiden gemeinsam im Onlineforum oder Stammtisch und es gibt auch keinen Fraktionszwang." Ohnehin seien sie parteipolitisch in keine Ecke einzuordnen. Es gehe ihnen um Sachthemen und nicht politische Richtungen. Seit September 2011 ist Rath bei den Piraten. "Wir wollen ein Umdenken einleiten." (mho)

Info: www.piraten-sek.de

Quelle: HNA

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