Pulverschnee: Seit dem Wochenende dreht sich auf dem Eisenberg der erste Lift

Die Piste ist angerichtet

Im Einsatz: Andreas Hahn und der Pistenbully vom Eisenberg vor der Kulisse des Fernmeldeturms. Foto: Hornickel

Raboldshausen. Die klare Wintersonne sticht Andreas Hahn in die Augen, als er mit dem neuen Pistenbully bergauf rumpelt. Er hat das Raupenfahrzeug gestartet, um den Pulverschnee so zu verdichten, dass er möglichst lange hält. Doch eine Sonnenbrille lehnt Hahn ab: „Das ist doch nur Angeberei. Wir sind doch nicht in den Alpen“, sagt der 44-jährige Wahl-Obergeiser. Recht hat er, mit knapp 20 Zentimetern Schnee ist die Rutschunterlage noch etwas dürftig. Eine Schneekanone hat der Eisenberg nicht. Deswegen verläuft die Fahrt etwas holprig.

Schon vor 14 Tagen hat Andreas Hahn als Mitarbeiter der Firma Wiegand in Rasdorf mit den Vorbereitungen für den Saisonstart auf dem Hausberg der Hersfelder begonnen, damit sich am heutigen Samstag die Drahtseile geschmeidig in den Antriebsrädern der Talstation drehen. Ab 10 Uhr ist der Lift am Wochenende in Betrieb. Die Anlage läuft bis abends gegen 21 Uhr. Bei Einbruch der Dämmerung wird das Flutlicht angeschaltet. Und wenn der Schnee hält, wird sogar noch ein Lift für die Kinder aufgebaut. Den braucht Skilehrer Udo Baumgardt vom SC Neuenstein, um die Anfänger in Schwung zu bringen.

Damit dabei alles glatt läuft, ackert sich Andreas Hahn mit dem 230 PS starken Pistenbully die Steigung hinauf. Schneebedeckte Äste schlagen gegen die Glaskanzel. Drinnen ist es mollig warm. Mit einem Lenkrad steuert Andreas Hahn den Kässbohrer. Mit einem Joystick hebt und senkt er die Fräse am Heck und das fünf Meter breite Räumschild am Bug des Kettenfahrzeugs.

Der PB 230 ist zwar auch schon 14 Jahre alt, aber weitaus handlicher als das Vorgängermodell, das den Bedienungskomfort eines Baggers hatte und das Fahrgefühl eines Panzers vermittelte.

Öffnungszeiten und Schneehöhen unter 0 66 77/666, www.webcam-eisenberg.de

Von Kurt Hornickel

Quelle: HNA

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