Einrichtung für Sicherungsverwahrte in Schwalmstadt: Pläne liegen vor

Neubau am Gefängnis: In einem lichtdurchfluteten Komplex in Karreeform sollen Hessens Sicherungsverwahrte in Schwalmstadt untergebracht werden. Erste Pläne liegen der HNA vor.

Schwalmstadt. Lange Fensterfronten, transparente Erker: Der HNA liegen erste Ansichten für den geplanten Neubau für Sicherungsverwahrte am Ziegenhainer Gefängnis vor.

Nach HNA-Informationen will Justizstaatssekretär Rudolf Kriszeleit den Schwalmstädtern erste Planungen in einer Informationsveranstaltung am 6. Oktober vorstellen.

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Auf den ersten Blick haben die Gebäudeansichten wenig mit einem Gefängnis gemeinsam - eher gleicht der Komplex in Carréform mit Innenhof einem modernen Schulgebäude oder einem Krankenhaus. Ins Auge fallen die Eckkonstruktionen des Gebäudes: Gegenüberstehen stehen sich jeweils zwei rechtwinklige und zwei abgerundete Ecken.

Die Justizvollzugsanstalt in Schwalmstadt

Damit versuchen die Planer, die historische Bausubstanz der alten Wasserfestung aufzugreifen.

Hier soll der Neubau entstehen.

Bis zu 60 Sicherungsverwahrte sollen in Hessens einziger Einrichtung dieser Art künftig untergebracht werden. Sie werden in dem neuen Gebäude, das keinen Gefängnischarakter, sondern eher eine therapeutische Ausrichtung haben soll, in Wohngemeinschaften leben. Zudem entstehen Büro- und Therapieräume für Fachkräfte wie Psychologen, Sozialarbeiter und Sicherheitskräfte.

Das neue Gebäude wird auf der Fläche des Bedienstetenparkplatzes und einer benachbarten Garagenanlage entstehen. Damit soll die neue Einrichtung von der bestehenden Infrastruktur des Gefängnisses wie Einkaufsmöglichkeiten und Küche profitieren. Derzeit wird mit Kosten von 14,5 Millionen Euro gerechnet.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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