Einkaufszentrum auf Ulrich-Gelände: Pläne ohne Blankoscheck

Großes Gelände an zentraler Stelle: Das Areal des ehemaligen Autohauses Ulrich an der Kasseler Straße in Homberg. Foto: Yüce

Homberg. Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Ulrich in Homberg könnte ein Einkaufszentrum entstehen. Die Planungen dafür laufen bereits.

„Wir machen unsere Hausaufgaben in Ruhe und im Hintergrund", sagt Andreas Tischler, Projektleiter von Schoofs Immobilien Frankfurt. Und: Es seien viele Hausaufgaben, betont er im HNA-Gespräch. Lärm- und Verkehrsgutachten sowie Architektenplanungen seien nur einige Beispiele dafür.

Schoofs sei Grundstückseigentümer. Es gebe einen Kaufvertrag, der erst greife, wenn Baurecht vorliege, sagt Tischler, der zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass seine Pläne in Homberg umsetzbar wären. „Ob wir das so genehmigt bekommen, hängt von der Stadt ab“, betont er. An einer zügigen Umsetzung sei ihm gelegen. Allerdings würden erfahrungsgemäß mindestens sechs Monate verstreichen.

Laufe alles rund, könne 2016 Baustart sein. Wann man eröffnen könne, hänge davon ab, was entstehe. „Unser Wunsch wäre Ende 2016 oder Anfang 2017.“ Aber noch sei es eine Planung mit vielen Fragezeichen. „Wir haben keinen Blankoscheck“, so Tischler.

Geplant werde ein großer Lebensmittelmarkt und weitere Geschäfte, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Die Stadt wird ein gewichtiges Wort mitreden können: Für die so genannte gemischte Baufläche gibt es keinen Bebauungsplan. Das bedeutet, ohne Bauleitplanung - also die Mitwirkung der Stadt - keine städtebauliche Entwicklung.

Man müsse klären, ob das Vorhaben in die Gesamtplanung passt, sagt Ritz; bezogen auf Einzelhandel, Verkehr und die bauliche Situation. Wichtig sei der Dialog in der Politik und mit den Hombergern. Eine von vielen Fragen, die es zu klären gebe: Wie wirkt sich ein Einkaufszentrum auf den Verkehrsfluss an der Kasseler Straße/Ziegenhainer Straße aus? „Die Drehscheibe ist eine zentrale Kreuzung mit angespannter Verkehrssituation“, sagt Ritz. Sobald das Verkehrsgutachten vorliege, könne man in den Bürgerdialog gehen.

Projektleiter Tischler sagt, dass es ihm wichtig ist, so detailliert wie möglich vorbereitet zu sein, um die Planung den Stadtverordneten zu präsentieren. Deshalb könne er noch keine konkreteren Angaben machen. Wie viel Geld in das Projekt fließe, könne er nicht genau sagen. „Da kommen schnell mehr als 20 Mio. Euro zusammen.“

Er sei überzeugt davon, dass es mit einem Einkaufszentrum auf dem Areal klappen wird, so Ritz. Das wäre auch ein Magnet für die Altstadt, denn dort sei ein so großes Projekt nicht umsetzbar. „Zumindest nicht, wenn man eine realistische Wirtschaftsbetrachtung anstellt“, sagt Ritz. Das bedeute aber nicht, dass sich in der Altstadt selbst nichts entwickeln könne.

Quelle: HNA

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