Kurgemeinde 

Pläne zur Beseitigung der Mängel am Bewegungsbad in Bad Zwesten

Bad Zwesten. Die vergangenen vier Jahrzehnte und eine Million Badegäste haben ihre Spuren hinterlassen. Das Bad soll saniert werden. Darin ist sich die Politik in der Kurgemeinde einig. Die Frage ist nur, wie.

Die Mängelliste des Bad Zwestener Bewegungsbades ist lang: Das Dach muss erneuert werden, die Haustechnik ist die Jahre gekommen und auch die Fliesen des großen Beckens sowie die Umkleideräume und die Fenster müssen ausgetauscht werden. 

Bürgermeister Michael Köhler hat jetzt in der Sitzung der Gemeindevertretung über den Stand der Planung berichtet. Er geht davon aus, dass eine Sanierung zwischen drei und vier Millionen Euro kostet. 770.000 Euro könnten aus dem Landesprogramm „Stadtumbau West“ kommen. Bevor es aber eine Zusage gibt, soll die Gemeinde eine detaillierte Planung vorlegen.

Für die Sanierung kommen zwei Varianten in Frage. Die erste geht von einer Eins-zu-Eins-Sanierung aus. Was alt ist kommt raus und wird ersetzt. Als Beispiel nennt Michael Köhler das Dach. Wegen einer Fehlkonstruktion hat sich dort immer wieder Wasser niedergeschlagen. Das Holz hat darunter gelitten und ist teilweise verfault. Auf Dauer würde „uns das Dach zusammenbrechen“, sieht Köhler Handlungsbedarf. Wenn das Dach Eins-zu-Eins getauscht würde, könnte das alleine 1,5 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde prüfe daher Alternativen. „Wir wollen eine gute Lösung, die über viele Jahre trägt.“

Die zweite Sanierungs-Variante geht darüber hinaus. Das Bad könnte strategisch neu ausgerichtet werden. Köhler hat in der Sitzung zwei mögliche Beispiele ins Spiel gebracht. So sei etwa denkbar, einen Spielbereich für Kleinkinder einzurichten oder Aquacross anzubieten. Dabei werden Fitnessgeräte in das Bad eingebunden. Für Köhler sei wichtig, bei den Planungen über den Tellerrand hinauszublicken. Das Bad sollte so umgestaltet werden, damit es auch in zehn oder 15 Jahren die Nachfrage decken kann. Zudem will sich Bad Zwesten mit seinem Angebot von anderen Bäder abgrenzen. „Es ist eine strategische Entscheidung“, verdeutlichte der Bürgermeister.

Die Entscheidung über die Ausrichtung des Bades soll bis Ende des Jahres getroffen werden. Ziel sei es, im kommenden Jahr mit der Sanierung zu beginnen. Wie lange das Bad dann geschlossen werden muss, ist derzeit unklar. Das hänge davon ab, ob alles in einem Rutsch oder nach und nach saniert wird.

Quelle: HNA

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