Ein Platz für alle: Wanderscheune ist fertig

Ein Platz für alle Generationen: Die neue Wanderscheune in Nausis mit generationsübergreifendem Spielplatz ist ein Treffpunkt für alle. Künftig wird sie auch ein Anlaufpunkt für alle Wanderer der „Kleinen Runde“ sein, die demnächst auf dem Ars natura-Kunstwanderweg eingerichtet werden soll. Foto: Feser

Spangenberg. Wasser spritzen, matschen, pumpen - Kinderherz, was willst du mehr? In Nausis ist der neue generationsübergreifende Spielplatz fertig.

Der Platz befindet sich am neuen Dorfmittelpunkt in der Ahlheimer Straße, direkt neben der neuen Wanderscheune. Und das ganze Dorf hat ihn erobert - schon vor der offiziellen Einweihung am letzten August-Wochenende.

Es ist ein Spielplatz für alle Generationen: Die Kinder buddeln, klettern, schaukeln, fahren mit der Seilbahn. Und die Senioren? Die treffen sich täglich am Brunnen zum Schnuddeln. Und in diesen heißen Sommertagen gibt’s schon mal eine kleine Dusche dazu, denn am Brunnen ist ein beweglicher Schlauch befestigt, mit dem die Kinder alles und jeden rundherum nass spritzen. „Unser Spielplatz ist ein Anziehungsmagnet“, sagt Reiner Kehl vom Ortsbeirat. Er wohnt in der Nachbarschaft und hat schon Kinder mit ihren Eltern aus Nachbardörfern gesehen. Eine Klasse der Spangenberger Burgsitzschule hat ihren Abschied am Dorfmittelpunkt gefeiert.

Denn die Wanderscheune ist rund um die Uhr geöffnet. Sie bietet Platz für 35 Personen. Neben Biergarnituren gibt es dort Toiletten und eine Teeküche mit Kühlschrank, Geschirr und fließend Wasser. „Die Scheune soll keine Konkurrenz zu unserem DGH sein“, betont Reiner Kehl. Stattdessen soll sie vor allem Wanderern Rastplatz und Regenschutz bieten, die auf der „Kleinen Runde“ unterwegs sein werden. Die „Kleine Runde“ wird der neue Wanderweg des Kunstwanderwegs Ars natura sein, der demnächst von der Metzebacher Höhe her kommen soll - mit einem Abstecher zur Wanderscheune.

Träger der Scheune ist der Verein Kultur-Landschaft Landetal. Die Umnutzung des Bauernhof-Areals stand im Mittelpunkt des Dorfentwicklungskonzepts für die Dorferneuerung, die im Jahr 2017 auslaufen wird. Die Gesamtkosten des Areals liegen bei rund 165 000 Euro, inklusive 90 000 Euro Förderung durch die Dorferneuerung. Von Dorffesten, der Jagdgenossenschaft und Privatleuten gab es Spenden in Höhe von 6000 Euro. Ortsvorsteher Werner Kressel hat die vielen Stunden Eigenleistung der Nausiser gezählt: 1600 Stunden haben sie ehrenamtlich Wände verputzt und vertäfelt, Kabel verlegt, Pflastersteine gesetzt. Da haben sie sich ein zweitägiges Einweihungsfest wahrlich verdient.

Der neue Dorfmittelpunkt mit Wanderscheune und Spielplatz wird mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Am Samstag, 29. August, eröffnet die Feier um 16 Uhr mit dem Gesangverein und Mundorgelchor Herlefeld sowie den Lippstädter Jagdhornbläsern. Um 20 Uhr beginnt ein zünftiges Scheunenfest.

Am Sonntag, 30. August, beginnt an der Scheune ein Gottesdienst mit Pfarrer Michael Schümers um 11.30 Uhr. Der Posaunenchor Herlefeld wirkt mit. Anschließend beginnt ein Kinderfest mit Zauberclown Oli und Felinchen, Kinderschminken, Heißem Draht, Ponyreiten und vielem mehr. Ab 15 Uhr gibt’s Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: HNA

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