Ein Platz inmitten der Natur für alle Kindergartenkinder am Sälzerweg in Melsungen

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Platz inmitten der Natur: Die Mädchen und Jungen der mittleren Gruppe der Kita Bachfeld erkundeten den Walderlebnisort während der Einweihung am gestrigen Donnerstag.

Melsungen. Bevor sich die Mädchen und Jungen vom Kindergarten Bachfeld im Gänsemarsch auf den schmalen Weg in Richtung Wald machten, stärkten sie sich erstmal mit frischen Äpfeln von der Streuobstwiese.

Dort, auf der Streuobstwiese des Nabu am Sälzerweg in Melsungen, ist vor kurzem ein Bauwagen im Auftrag der Stadt aufgestellt worden, in dem die Melsunger Kindergartenkinder Unterschlupf bei schlechtem Wetter finden.

Denn der Platz am Wald ist jetzt Anlaufstätte für die Mädchen und Jungen aller Kitas der Stadt Melsungen. Gestern Mittag ist der so genannte Walderlebnisort eingeweiht worden. „Es ist eine sehr schöne Lösung, eine Melsunger Lösung“, sagte Melsungens Rathauschef Dieter Runzheimer und folgte den Kindern, Erzieherinnen und den weiteren Gästen, die sich am Donnerstagmittag am neuen Walderlebnisort trafen.

Waldkindergarten

Die Idee zu diesem Ort geht laut Bürgermeister auf einen CDU-Antrag aus dem Jahr 2008 zurück. Damals diskutierte man die Schaffung eines Waldkindergartens nach dem Vorbild in Körle. Um aber eine Konkurrenzsituation zwischen den Melsunger Einrichtungen zu vermeiden, habe man beschlossen, einen Platz in Melsungen zu finden, der von allen Kita-Kindern genutzt werden kann, berichtete Dr. Petra Rauch, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt. Dieser hatte die Planungen maßgbelich vorangetrieben.

Die Mädchen und Jungen der Kita Bachfeld gehörten nun zu den ersten, die ihre Zeit am Walderlebnisort verbringen konnten. Jeweils für die Dauer einer Woche gehen die Knirpse dann gemeinsam mit ihren Erziehern auf Entdeckungsreise im Wald. „Hier können sie sich frei bewegen, balancieren, spielen, ihre Kräfte und Talente ausprobieren und sie lernen zugleich viel über die Natur und die Jahreszeiten“, sagt Dr. Petra Rauch. Die Kinder fanden’s auf jeden Fall toll und tobten schon gestern wild im Wald umher. Und wenn die Blase einmal drückt? „Dafür gibt’s ein Plumpsklo im Wald“, sagt Erzieherin Judith Zellmer.

Gefördert wurde die Anschaffung des Bauwagens von der Dr. Bernhard Braun-Stiftung des Heimat- und Verschönerungsvereins. Das „Stille Örtchen“ im Wald hat Ernst Behr, Schreiner beim Städtischen Bauhof, maßgefertigt.

Quelle: HNA

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