Neuapostolische Gemeinde feiert am 14. August ersten Gottesdienst im neuen Anbau

Platz für lebendige Kirche

Stolz auf das neue Kirchengebäude: Von links der Pressereferent der Neuapostolischen Kirche, Michael Pospischil, Diakon Ralf Mackenroth sowie Gemeindevorsteher für Melsungen und Evangelist Gerd Rohloff. Fotos: Müller-Neumann

Melsungen. Gedämpftes Licht fällt durch die schmalen in Blau und Gelbtönen gehaltenen Fensterscheiben in den neuen Kirchenbau der Neuapostolischen Gemeinde in Melsungen. Ansonsten herrscht kühle Sachlichkeit. Einziges Schmuckstück im Raum ist der Altar in Dunkelgrau, satiniertem Glas und naturfarbener Buche.

Nichts lenkt die Mitglieder der Gemeinde ab, wenn der Dienstleiter predigt. Die elektronische Orgel begleitet die Gläubigen beim Gesang, der dank einer guten Akustik den Kirchenraum ausfüllen wird.

Mit einem 470 000 Euro teuren Anbau, zu dem auch eine Empore und ein separater Mutter-Kind-Raum gehören, hat die 139 Köpfe zählende Melsunger Gemeinde nun endlich genügend Platz.

Im 1963 errichteten Gebäude wurde umgestaltet und renoviert. Damit ergeben sich Möglichkeiten, die die Gläubigen bisher nicht hatten: Für die Kinder, die bis fünf Jahre die Vor-Sonntagsschule, dann die Sonntagsschule besuchen, gibt es nun eigene Räume.

Dazu gehört der frühere Kirchensaal. Der bietet dank neuer Technik die Möglichkeit, dass Gemeindemitglieder dort den Gottesdienst aus dem Anbau oder bei Satelliten-Übertragen mitverfolgen können.

Gut besuchte Gottesdienste

Die meiste Zeit werden aber die 120 Plätze im Kirchenraum und auf der Empore ausreichen. Immerhin: 75 bis 85 Gläubige, so Gemeindevorsteher Gerd Rohloff, kommen sonntags zum Gottesdienst.

Neu sind eine Rampe, die Toiletten, auch behindertengerechte, die es im Erd- und Obergeschoss gibt, ein kleiner Freisitz auf dem rückwärtigen Grundstück im Unteren Bachfeld - und ganz viel moderne Technik. So können Gläubige, die schlecht hören, per Funk hören, was gepredigt wird. Die Wand hinter dem Altar bleibt nicht zuletzt deshalb so weiß wie alle Wände und die Decke, weil per Satellit übertragene Gottesdienste dort zu sehen sind. (bmn) Weihegottesdienst: Sonntag, 14 August, 10 Uhr, mit Apostel Jens Lindemann, der den Kirchenbezirk Nord- und Mittelhessen leitet.

Quelle: HNA

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