Platz für Senioren: Niedenstein soll Altenpflegeheim für 52 Bewohner bekommen

AWO-Chef: Geschäftsführer Michael Schmidt. Foto: Archiv

Niedenstein. Die Stadt Niedenstein wird wohl aller Voraussicht nach ein Altenpflegeheim bekommen. Fast zehn Jahre lang hatte sich die Stadt um eine solche Einrichtung bemüht. Investoren waren abgesprungen oder Banken versagten die Finanzierung.

„Ich bin mit sicher, dass wir bald eine wohnortnahe Versorgung für unsere Einwohner haben“, sagt Bürgermeister Werner Lange. Die Bauträgergesellschaft Schwetlick aus dem Baden-Württembergischen Offenburg hat ein Grundstück in der Kernstadt erworben und die Arbeiterwohlfahrt Nordhessen (AWO) soll das Altenpflegeheim betreiben. „Die Pachtverträge mit dem Bauträger sollen Ende August unterschrieben werden“, bestätigt Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO-Nordhessen.

Das Haus mit 52 Plätzen soll an der Schulstraße/Am Godelbusch entstehen. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein und die Fertigstellung nach Aussage von Michael Schmidt im Frühjahr/Sommer 2014 erfolgen. Zum Start sollen dort 45 Mitarbeiter beschäftigt werden – 15 Vollzeitstellen und 30 Teilzeitstellen will der Betreiber in Niedenstein schaffen.

Auf 2500 Quadratmetern entstehen Räume mit vier Hausgemeinschaften für je 13 Bewohner auf zwei Etagen. „Unser Konzept ist es, den Bewohnern in einer wohnlichen Umgebung ein Zuhause zu bieten“, sagt Schmidt. Daher werde es ausschließlich Einzelzimmer mit eigenen Bädern geben. Die Zimmer werden eine Größe von etwa 25 Quadratmetern haben.

In einem großen Gemeinschaftsraum je Etage werden viele Angebote geschaffen und die Bewohner zur Selbstständigkeit animiert. „Die Speisepläne und die Speisen werden mit Alltagsbegleitern geplant und in der Wohnküche gekocht“, erläutert Schmidt das Konzept. Die Alltagsbegleiter stehen den älteren Menschen mit Rat und Hilfe ständig zur Verfügung.

Das Haus wird unter anderem ausgelegt sein für eine stationäre Altenpflege für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf und für Menschen mit einer Demenzerkrankung sowie schweren körperlichen Beeinträchtigungen. Mit einem weiteren privaten Anbieter wird es in Niedenstein künftig etwa 70 stationäre Plätze für die Altenpflege geben. „Damit ist der Bedarf für unsere Einwohner gedeckt“, sagt Bürgermeister Werner Lange. Die Chancen für das geplante Altenheim an der Friedenstraße von Dr. Udo Schulz würden mit dem AWO-Heim allerdings weiter sinken. Schulz hatte wohl unter anderem wegen der Wirtschaftkrise kein Geld von den Banken für den Umbau zu einem Alten- und Pflegeheim für bis zu 100 Plätze erhalten, sagt Lange.

Die Kosten für das Niedensteiner Altenpflegeheim sollen trotz eines erweiterten Angebots auf durchschnittlichem Niveau liegen, sagt Schmidt. Das heißt bei Pflegestufe 1 um die 1800 Euro monatlich, bei Pflegestufe 3 bis zu 3000 Euro. Ein Großteil werde von den Pflegekassen übernommen.

Quelle: HNA

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