Donnerstag wurde der Grundstein für einen neuen Trakt des Fritzlarer Hospitals gelegt

Fritzlarer Krankenhaus: Platz für viele Operationen

So soll es aussehen: Eine Zeichnung, die den künftigen Operationstrakt des Fritzlarer Krankenhauses zeigt. Grafik: nh

Fritzlar. Drei neue Operationssäle bekommt das Fritzlarer Krankenhaus in einem eigenen Trakt. Am Donnerstag wurde für das neue Gebäude der Grundstein gelegt.

Zahlreiche Politiker nutzten die Gelegenheit, sich sehen zu lassen. Darunter war auch der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU). Das Land trägt den Großteil der Baukosten für den neuen Trakt, nämlich 5,57 Millionen Euro. Das Hospital rechnet mit sieben Millionen Gesamtinvestition. Im Juli kommenden Jahres soll der Bau fertig sein, der auf dem jetzigen Hof des Hospitals entsteht.

Für Krankenhäuser gelte die Devise: „Es geht nicht, dass man stehen bleibt“, sagte Minister Grüttner. Im vergangenen Jahr war der Minister schon einmal in Fritzlar gewesen, damals um den Bewilligungsbescheid zu übergeben. Jetzt sagte er mit Blick auf den Grundstein: „Ein erster kleiner Teil ist schon auf den Weg gebracht.“

Tatsächlich wird der Grundstein, der extra für die gestrige Zeremonie aufgestellt worden war, noch einmal umgesetzt und in das neue Gebäude eingepasst.

Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange, Vorsitzender des Hospitalskuratoriums, wies darauf hin, dass sich das Krankenhaus „Tag für Tag im Wettbewerb“ behaupten müsse. Das gelte gerade auch für ein kleineres Haus wie das in Fritzlar mit 142 Betten, das zudem unabhängig von Krankenhauskonzernen sei. Entgegen landläufiger Meinung gehöre das Hospital auch nicht der Kirche.

Mehr Fälle im Hospital

Krankenhaus-Geschäftsführerin Barbara Gawliczek stellte den Gästen der Feierstunde die Entwicklung des Hospitals anhand von Zahlen vor. So seien die Fallzahlen in der Chirurgischen Abteilung von 2006 bis 2011 um 64 Prozent gestiegen, wobei die Werte für das aktuelle Jahr Prognosen sind. In der Inneren Abteilung wurde ein Plus von 39 Prozent errechnet.

Die Zahl der Operationen ging ebenfalls in die Höhe, und zwar um 30 Prozent. Das zeige, wie wichtig der neue Trakt mit drei Operationssälen sei, erklärte Gawliczek. Der Großteil der Patienten komme aus Fritzlar und Umgebung, zunehmend aber auch aus dem übrigen Schwalm-Eder-Kreis. Neben der guten Arbeit des Hospitals spiele es eine Rolle, dass das Homberger Krankenhaus geschlossen wurde, erläuterte die Geschäftsführerin.

Sie nutzte die Gelegenheit auch, um gleich das nächste Bauvorhaben zu präsentieren: Eine zentrale Aufnahme für die Patienten.

Quelle: HNA

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