Hessischer Demografie-Preis: Platz zwei für das Familienhaus

Felsberg/Wiesbaden. Die Freude in Neuenbrunslar war groß: Der Verein Familienhaus Neuenbrunslar hat den zweiten Platz beim Hessischen Demographiepreises gewonnen. Die Ausschreibung war mit insgesamt 30.000 Euro dotiert; das Familienhaus erhielt 7000 Euro.

„Initiativen der Bürger können bestimmte Probleme häufig besser und schneller lösen als der Staat“, sagte Axel Wintermeyer, Chef der Staatskanzlei, während der Preisverleihung in Wiesbaden. Mit dem Demografie-Preis zeichnet die Staatskanzlei Projekte aus, die gezielt eine Verbesserung der Lebensqualität und des Zusammenlebens in hessischen Dörfern bewirken. Das Familienhaus Neuenbrunslar verknüpfe Lernorte: Kindergärten, Grundschule und Vereine, hieß es in der Begründung. Kinder können so entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen unterstützt werden.

Der Verein Familienhaus Neuenbrunslar organisiert diese Verknüpfung. Er hat sich zum Ziel gesetzt, eine ganztägige Betreuung für Kinder bis zu zwölf Jahren sicherzustellen. Dazu arbeiten unter anderem Eltern, Kindertagesstätten, die Grundschule sowie Vereine eng zusammen.

Zur Tagesbetreuung kommt eine Ferienbetreuung sowie ein Angebot für den Notfall, das auch Eltern, deren Kinder nicht am Betreuungsangebot teilnehmen, nutzen können. Das Angebot kostet 32 Euro (ohne Mittagessen) pro Monat.

Familie und Beruf seien in Neuenbrunslar gut vereinbar, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei. Für junge Familien sei Neuenbrunslar damit ein attraktiver Wohnort: Viele junge Familien seien zugezogen, und die Zahl der Grundschüler sei in den vergangenen vier Jahren von 46 auf 90 gestiegen.

Platz eins ging übrigens an das Projekt „Integriertes dörfliches Versorgungszentrum in Datterode (Werra-Meißner-Kreis), Platz drei an den Mehrgenerationenplatz für Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg). (ciß)

Quelle: HNA

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