Falsche Nachricht über Facebook

Plötzlich wollten alle gratulieren: Staatssekretär Weinmeisters falscher Geburtstag

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Er hatte gar nicht Geburtstag: Mark Weinmeister (CDU) bekam viele Glückwünsche am völlig falschen Tag. Daher ist auch diese Geburtstagstorte nicht essbar, sondern lediglich eine Fotomontage.

Guxhagen/Wiesbaden. Als Shitstorm (höflich übersetzt: Mist-Sturm) wird das Phänomen bezeichnet, wenn Internetnutzer einen wahren Sturm aus Schmähungen und Kritik über alle möglichen virtuellen Kanäle abbekommen.

Quasi das Gegenteil, wenn auch ein paar Nummern kleiner, hat Mark Weinmeister, Staatssekretär aus Guxhagen, jetzt im sozialen Netzwerk Facebook erlebt. Eine Nutzerin hat am 6. Juli eine Nachricht an der virtuellen Pinnwand des Politikers hinterlassen: „Die besten Wünsche zum Geburtstag.“

Das war genauso nett wie falsch, denn Weinmeister hat gar nicht am 6. Juli Geburtstag. Er stellte das schnell richtig mit dem Satz: „Ist ja alles ganz lieb, aber ich habe heute keinen Geburtstag.“ Diesen Text sollte er nicht zum letzten Mal auf Facebook hinterlassen haben, denn der virtuelle Zug hatte Fahrt aufgenommen. „Das ist ja Herdentrieb“, sagt Weinmeister dazu.

Denn viele Nutzer schlossen sich den Glückwünschen einfach an, darunter auch Parteifreunde. Offenbar wollte niemand den Jubeltag des Staatssekretärs verpassen. So wurden es schnell an die 20 Gratulanten, und immer wieder folgte der Satz: „Ist ja alles ganz lieb, aber ich habe heute keinen Geburtstag.“

Das ganze habe ein ziemliche Dynamik angenommen, sagte Weinmeister im Gespräch mit der HNA. Viele Nutzer hätten die Reaktionen auf die Einträge gar nicht wahrgenommen, sondern einfach weiter gratuliert. Das alles ist ja eher zum Schmunzeln. Er könne sich aber nun eher vorstellen, wie solch eine Dynamik bei negativen Einträgen laufen könne, sagte Weinmeister. Bei einem echten Shitstorm also.

Und um des Rätsels Lösung zu liefern. Tatsächlich hat Mark Weinmeister am Donnerstag, 10. Juli, Geburtstag und wird 47 Jahre alt. Glückwünsche nimmt er sicher gerne entgegen, bestimmt auch über Facebook.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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