Plus für Stadtwerke: Elf Prozent mehr Solarstrom als erwartet

Gute Sonnenausbeute für die Wolfhager Stadtwerke: Vor allem in den Monaten April, Mai und August wurde viel Strom im Solarpark Gasterfeld erzeugt. Archivfoto: Thon

Gasterfeld. April, Mai und August waren hinsichtlich ihrer Sonnentage Spitze. Zumindest aus Sicht der Stadtwerke Wolfhagen, die mit der Stromausbeute aus dem Solarpark Gasterfeld bis Ende vergangenen Monats sehr zufrieden sind, stellt sich das so dar.

Bis Ende August lag die Menge des erzeugten Stroms elf Prozent über dem Ertrag, den die Stadtwerke für diesen Zeitraum erwartet hatten.

In den Frühlingsmonaten April und Mai sei eine Strommenge produziert worden, die in den Jahren 2013 und 2014 erst in den Sommermonaten Juli und August ins Netz eingespeist worden seien, sagt Matthias Boos, Sprecher der Stadtwerke. 681 000 Kilowattstunden Strom wurden im April produziert; in den beiden Vorjahren lag das Monatsmittel für den April bei etwa 560 000 Kilowattstunden.

Ähnlich stellt sich die Steigerung für den Monat Mai dar: Knapp 700 000 Kilowattstunden waren es im Wonnemonat dieses Jahres, der Durchschnittswert für den Mai der Jahre 2013 und 2014 liegt bei 602 000 Kilowattstunden. Und auch der August sorgte für ein glänzendes Ergebnis. Die 690 000 Kilowattstunden heben sich deutlich von den 598 000 Kilowattstunden vom August 2014 ab.

60 Prozent in fünf Monaten

Auf Grund der Zahl an Sonnenstunden und weiterer physikalischer Parameter sind die Monate April bis August diejenigen, in denen der Solarpark die meiste Energie ins Stromnetz einspeist. Knapp 60 Prozent der gesamten Jahresleistung werden in diesen fünf Monaten erzeugt.

Den Gesamtertrag der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in Wolfhagen geben die Stadtwerke mit 51,3 Millionen Kilowattstunden an. Der Anteil, der aus dem Solarpark Gasterfeld eingespeist wird, beträgt 18 Prozent, was 9,3 Mio. Kilowattstunden entspricht. In diese Statistik fließt die Ausbeute aus dem gesamten, 18 Hektar großen Solarpark ein, der je zur Hälfte von der BLG und den Stadtwerken betrieben wird.

Rechnet man den Solarpark Niederelsungen (1,8 Mio. Kilowattstunden) und die privaten Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Stadt (6,6 Mio. Kilowattstunden) dazu, beträgt der Anteil der Sonnenenergie 34 Prozent. Mit 56 Prozent (29 Mio. Kilowattstunden) liefern die Windräder am Rödeser Berg, die im Herbst vergangenen Jahres ans Netz gegangen sind, den Löwenanteil.

Das Ziel, 100 Prozent des von der Wirtschaft (mit Ausnahme Vitaqua) und in den Haushalten der Stadt Wolfhagen verbrauchten Stroms, aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, würden die Stadtwerke in diesem Jahr erreichen, sagt Matthias Boos. Der Stromverbrauch werde sich in diesem Jahr bei etwa 49 Mio. Kilowattstunden einpendeln.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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