Polizei ermittelt wegen Wilderei im Wald bei Altenbrunslar

Altenbrunslar. Schüsse in der Dämmerung, zwei oder drei Personen, die nachts im Interessentenwald bei Altenbrunslar mit Taschenlampen hantierten, und die Innereien eines Rehes - das sind für den dortigen Jagdpächter Anzeichen genug, um von Wilderei auszugehen.

Nun ermittelt auch die Polizei aufgrund des Vorfalles am 29. Februar.

Seit ungefähr zwei Jahren sei ihm immer wieder von Schüssen berichtet worden und von fahrenden Autos in Wald und Feld, die dort nichts zu suchen hatten, erzählt Jagdpächter Hermann Schulze Nünning aus Münster.

Ein oder zwei Tage, nachdem nun der Jagdaufseher aus Ellenberg die Unbekannten im Wald beobachtet hatte und diese, als er sie aus der Entfernung angesprochen hatte, geflüchtet waren, habe der Jagdaufseher die Stelle wiedergefunden. Dort habe er Blut und den Aufbruch (Innereien) entdeckt. „Dass Rehe im Moment noch Schonzeit haben, verschärft das Ganze“, betont der Jagdpächter.

Weil sein Verdacht auf Wilderei nicht neu ist, hat Schulze Nünning schon vor etwa eineinhalb Jahren Schilder mit Telefonnummer in seinem drei Hektar großen Pachtgebiet aufhängen lassen: mit dem Hinweis auf Wilderei und auf eine Belohnung. Waldarbeiter, so erzählt er weiter, hätten vor gut zwei Jahren tagsüber eine offenbar organisierte Drückjagd mit Hunden auf Wild beobachtet. Dabei sei auch geschossen worden. Schulze Nünning: „Die Waldarbeiter haben eine normale Jagd vermutet.“ „Aber jetzt“, fügt er an, „gibt es zum ersten Mal einen konkreten Hinweis.“

Für ihn, der die Jagd seit Mitte der 90er-Jahre gepachtet hat, sind die Vorfälle mehr als ärgerlich. „Mal abgesehen von den gewilderten Tieren, wird es auch für mich im Wald unsicher.“ Wieviele Rehe allerdings aufs Konto der Wilderei gingen, vermöge er nicht zu sagen. (bmn)

Mehr lesen Sie in der gedruckten HNA

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare