Beamte ziehen immer öfter Rauschmittelsünder aus dem Verkehr

Polizei hat Fahrer unter Drogen scharf im Visier

Schwalm-Eder - Zweirad- und Autofahrer unter Drogeneinfluss hat die die Polizei im Landkreis immer schärfer im Visier. Am Ende des dritten Jahres zieht die dafür gebildete Arbeitsgruppe (AG) Tempo ein sehr positive Bilanz.

Denn, so Polizeisprecher Reinhard Giesa: Drogen im Straßenverkehr haben vermutlich nicht zugenommen, aber die Polizeibeamten erkennen unter Drogen stehende Fahrer wesentlich zuverlässiger. Als Zusatzeffekt verbreiten die besonders geschulten Beamten aus dem gesamten Landkreis, die zur AG Tempo gehören, ihre Kenntnisse in allen Dienststellen, so profitieren alle Kollegen.

Tatsache ist, so Reinhard Giesa, dass sich viele Drogenkonsumenten über die Nachwirkung ihres Handelns kaum Gedanken machen. So haben Beamte kürzlich bei einer Kontrolle in Schwalmstadt 48 Kraftfahrzeuge gestoppt und dabei mittels Drogenvortests fünf Fahrer festgestellt, die unter Drogen standen, Blutproben wurden angeordnet. Bei einem Fahrer eines Kleinkraftrades wurde außerdem auch Alkohol nachgewiesen, zwei Fahrer besaßen keinen Führerschein.

Diese Kontrolle fand nicht ohne Grund an einem helllichten Montag statt, denn Drogen wie etwa Cannabis und Amphetamine werden vom Körper wesentlich langsamer abgebaut als Alkohol und schränken entsprechend länger die Reaktionsfähigkeit ein. Das sei manchem, der am Wochenende Drogen konsumierte, gar nicht klar, es fehle oft jedes Unrechtsbewusstsein. Werden sie ertappt, blühen ihnen schon beim ersten Mal Bußgeld, Fahrverbot und Punkte in Flensburg. Zeigt der Fahrer Ausfallerscheinungen, macht er sich sogar strafbar, indem er sich ans Steuer setzt.

Ständige Motivation für die Polizei: Immer noch geht ein erheblicher Anteil der schweren Verkehrsunfälle auf das Konto von Fahrern, die betrunken oder unter Drogen unterwegs sind.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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