Tiernothilfe übergab Scanner

Polizei Schwalmstadt bekommt Chiplesegerät für Tiere

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Chiplesegerät der Tiernothilfe Schwalmstadt hilft Polizei: Martin Stumpf (von links), stellvertretender Dienstgruppenleiter Michael Schmidt, Julian Wedel, Birgit Hübler, Daniela Koch mit dem Chiplesegerät, Dackel Bodo, Kati Herrmann, Dana Koch, Hilde Klein-Reidt, Birgit Diry-Schenk und Michael Euler.

Dackel "Bodo"  stand Modell, als am Montagabend Mitglieder der Tiernothilfe der Polizeidienststelle Ziegenhain ein Chiplesegerät überbrachten und erste Ausleseversuche unternommen wurden.  

„So werden die Wege für Mensch und Tier im Notfall kürzer“, erklärte Petra Postleb-Ziegert von der Tiernothilfe. Bislang mussten die Polizeibeamten stets die Mitglieder der Tiernothilfe, tags wie nachts, zum Auslesen eines Chips eines Fundtieres bemühen, um sodann den Tierhalter zu verständigen. „Jetzt können wir selbst die Chips auslesen und nach den Besitzern Ausschau halten. Eine Arbeitserleichterung für alle Beteiligten“, sagte auch Dienststellenleiter Robert Wilke.

Das Lesegerät erfasst den zwölfstelligen Chip-Code schon bei leichtem Überfahren des Fellkleides, sodass der Code bei den gängigen Tierdatenbanken wie Tasso und Co. abgefragt werden kann. Hat der Halter sein Tier registriert und seine Kontaktdaten hinterlegt, kann dieser im Nu ausfindig gemacht werden.

„Bei Hunden liegt die Registrierungsquote inzwischen bei 98 Prozent“, erklärte Petra Postleb-Ziegert, die hofft, das künftig auch immer mehr Katzenhalter zur Registrierung ihrer Tiere übergehen. Gerade entlaufene Wohnungskatzen fänden den Weg ins Heim oftmals nicht wieder, sodass eine Registrierung helfen könne, den Flüchtigen wieder zurückzubringen. Im Durchschnitt findet pro Woche etwa ein Fundtier in der Polizeistation Zuflucht.

„Wir prüfen, ob auf das Tier passende Vermisstenmeldungen eingegangen sind und ob der Halter zu ermitteln ist. Ist der Besitzer nicht ausfindig zu machen, hilft uns die Tiernothilfe weiter“, beschreibt Robert Wilke das Prozedere.

Die meisten Tiere könnten schnell ihrem Besitzer wieder übergeben werden, manche aber fänden auch erst auf dem Bauhof eine zwischenzeitliche Bleibe, wo sie von der Tiernothilfe versorgt würden.

„Viele finden mit unserer Hilfe den Weg zurück zu Frauchen oder Herrchen“, versicherten die Tierretter. Fortan könnten beispielsweise auch die bei Verkehrsunfällen tot aufgefundene Tiere mit dem Chiplesegerät erfasst werden, sodass die Halter eine Rückmeldung bekommen könnten.

Ein Registrierungschip werde vom Tierarzt gegen eine Gebühr von etwa 20 Euro mit einer kleinen Spritze unter der Haut an der linken Schulter gesetzt und halte ein Leben lang. Der Chipcode wird im Tierpass vermerkt. Das anschließende Anmelden in einer der Tierdatenbanken sei unter anderem online über wenige Klicks möglich.

Quelle: HNA

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