Schmuck und Geld erbeutet

Polizei stoppte Einbruchsserie in Guxhagen: Neun Einbrüche in drei Wochen

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Mehr als einen Schraubenzieher brauchen die meisten Einbrecher nicht, um eine Terrassentür aufzuhebeln: Gerd Kümmel, Leiter der Polizeistation Melsungen und Polizeisprecher Reinhard Giesa bieten Tipps, Beratungen und Broschüren zum Einbruchsschutz an.

Melsungen/Guxhagen. Eine Serie von Einbrüchen gab es in den vergangenen Wochen in Guxhagen: Neun Mal binnen drei Wochen waren bislang unbekannte Täter in Wohnhäuser eingestiegen. Die Beute: Schmuck und Geld. Doch seit knapp zwei Wochen aber sei der Spuk vorbei.

Das sagt Gerd Kümmel, Leiter der Melsunger Polizeistation: Seitdem die Beamten dort auch in Zivil verstärkt Streife fahren und auch immer wieder einmal zu Fuß unterwegs seien, sei die Serie mit einem Schlag abgerissen.

Die Polizei gehe davon aus, dass es sich um Täter handelt, die aus der Region stammen. Dafür spreche die Vorgehensweise: Der oder die Täter haben sich in tageweisen Abständen ein Haus nach dem anderen vorgenommen. Immer zur Dämmerstunde, wenn die Bewohner noch nicht zu Hause waren. "Eine Bande würde die Gegend ausbaldowern und vier Häuser innerhalb einer Stunde aufbrechen und dann wieder aus der Region verschwinden", sagt Polizeisprecher Reinhard Giesa.

Auch die "schlampige Arbeit" des Einbrechers weise daraufhin, dass es sich um einen Amateur handeln müsse, sagt Kümmel. "Ein Profi würde das Werkzeug nur einmal ansetzen, um die Tür zu öffnen dieser Täter hinterlässt viele Kratzspuren."

Bei diesem Täter, von dem Gerd Kümmel da spricht, handelt es sich aber sehr wahrscheinlich nicht um denselben, der erst vor wenigen Tagen die Poststelle in Guxhagen aufgebrochen hat. Bei dieser Tat sei die Herangehensweise ganz anders gewesen. Es sei daher unwahrscheinlich, dass es derselbe Einbrecher gewesen sei, der jetzt in Guxhagen sein Unwesen trieb.

Aber auch, wenn die Serie nun abrupt geendet hat, so warnen die beiden Polizisten doch die Menschen im Altkreis vor allzu großem Leichtsinn. "Gelegenheit macht nun einmal Diebe", sagt Reinhard Giesa. Er berichtet von oft unverschlossenen Hintertüren, schlecht gesicherten Fenstern und Menschen, die auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder in sozialen Netzwerken schreiben, dass sie sich zurzeit im Urlaub befinden. Das stelle eine Einladung an die Einbrecher dar.

 

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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